Lokalsport Südpfalz Tiefpunkte

«KANDEL.» Die südpfälzischen Fußball-Verbandsligisten TB Jahn Zeiskam und FC Bienwald Kandel tauschen die Gegner vom vergangenen Mittwoch. Kandel erwartet morgen den Ludwigshafener SC (15 Uhr), zeitgleich tritt der Jahn beim SV Herschberg an.
Nach dem enttäuschenden 1:1 gegen das abgeschlagene Schlusslicht SV Herschberg war Kandels Spielleiter Michael Pahle angefressen: „Es gibt nichts zu beschönigen. Wir waren viel zu hektisch und unruhig am Ball. Es fehlte jeglicher Zugriff aufs Spiel. Mehrere Spieler waren Totalausfälle.“ Zwei angeschlagene Spieler zeichneten für die Führung verantwortlich: Trainer Christian Burgstahler und Yanik Wagner. Burgstahler, der erst in der Halbzeit direkt vom Frankfurter Flughafen kam (er weilte beruflich in Polen), wechselte sich ein und schlug eine Flanke auf Wagner, der zum 1:0 vollstreckte. Wagner sprach enttäuscht vom „Tiefpunkt meiner bisherigen Karriere“, versuchte, auf der Heimfahrt seine Mitspieler wieder aufzurichten. Er sagt: „Drei Punkte gegen den LSC haben den gleichen Wert, nun darf keiner mehr ohne Eier ins Spiel gehen.“ Einziger Lichtblick war der A-Jugendliche Markus Hädrich nach seiner Einwechslung auf der rechten Abwehrseite. Der 18-jährige Insheimer spielt seit fünf Jahren in Kandel, zuvor war er beim FSV Offenbach. Eigentlich ist er offensiver Außenspieler – „doch außer Innenverteidiger kann ich überall helfen“. Ihm gefällt, dass sich die Mannschaft nicht aufgibt und trotz Ergebnis- und Führungskrise den Abstieg verhindern will. „Ich kann mir vorstellen, in Kandel zu bleiben. Mein Trainer Heiner Lechner hat mich geprägt. Doch entschieden ist noch nichts, es hängt von meiner beruflichen Zukunft ab“, so Hädrich. Er ist in der Ausbildung zum Kaufmann für Verkehrsservice bei der Deutschen Bahn. Wegen Schichtdienst kann er nicht regelmäßig trainieren. Am Sonntag sind Christian Heil und Pascal Hüll (fehlte wegen Magenproblemen) wieder dabei. Der A-Jugendliche Colin Meyle steht an seinem 18. Geburtstag erstmals im Kader. Jahn Zeiskam verlor 1:2 beim Vorletzten Ludwigshafener SC. „Vor der Pause ging es noch. Doch nach dem Wechsel war der bereits abgestiegene Gegner engagierter als wir“, lautete das Fazit von Spielleiter Manfred Weck. Gegen den LSV zweimal verloren, im Hinspiel gegen den morgigen Gegner 1:1 gespielt: Der Jahn tut sich schwer gegen die Kellerkinder. Weck fordert volle Konzentration und ein „Überspringen der 40-Punkte-Marke“. Engin Koc fehlt aus familiären Gründen, Pascal Thiede könnte nach seiner OP an den Weisheitszähnen wieder dabei sein. Möglich, dass Trainer Pita einige Akteure schonen wird. Es ist das achte Pflichtspiel in vier Wochen.