Lokalsport Südpfalz Starck macht’s

Ausgelassene Knittelsheimerinnen: Sie haben das Double geholt.
Ausgelassene Knittelsheimerinnen: Sie haben das Double geholt.

«HATZENBÜHL.» Die Fußballerinnen des TuS Knittelsheim können sich den Kreispokal in die Vitrine stellen. Carolin Trauth nahm die Trophäe gestern nach dem 1:0 (0:0)-Erfolg im Finale zweier Landesligisten in Hatzenbühl entgegen. Der Meister schlug dem SV Minfeld schon wieder ein Schnippchen.

„Einmal ausrasten, bitte“, steht auf den schwarzen Shirts, die in der Mannschaft verteilt wurden. „Das kann man immer anziehen“, sagte TuS-Trainer Thomas Richter übers Präsent. „Double-Gewinner“ ist man ja bestimmt nicht immer. Die Siegermannschaft feierte sich ausgelassen. In den ersten 20, 30 Minuten hätte Richter wohl aus der Haut fahren können: „Das war gegen den Matchplan, ich denke, dass sie übernervös waren.“ Minfeld übernahm die Kontrolle und kam zu Chancen. Die erste: Ecke Saskia Herrmann, Kopfball Romy Fosselmann, abgewehrt, aus dem Hintergrund schießt Sabina Winker und trifft an die Latte (4.). Die zweite: Nach Trinkpause prallen Sarah Stark (TuS) und Nina Lehmann zusammen, der Ball wird steil auf Sanja Oser gespielt, sie hat dann aber nicht mehr die Kraft für einen starken Abschluss (26.). Oser bekommt noch eine Chance (32.). „Wir haben es in der ersten Hälfte versäumt, uns ein Polster zu schaffen, da haben wir das bessere Spiel gezeigt“, resümiere Minfelds Trainer Karl-Heinz Eberle. Knittelsheim hatte nach einer Viertelstunde die erste Möglichkeit (Kopfball Sarah Starck). Rebecka Tirolf hatte gute Szenen auf der rechten Außenbahn, im Zentrum rackerte die von Mareicke Hock beschattete Janine Hans, links griff Starck an. Einmal ließ Hans ihre Bewacherin stehen, sie schoss aber diagonal am langen Pfosten vorbei. Kurz nach Wiederanpfiff fiel das Tor des Tages: Starck schoss aus der Distanz hoch, Minfelds Torfrau Anita Pfirrmann glitt der Ball durch die Hände (47.). „Durch das Tor haben wir nicht mehr richtig an uns geglaubt“, meinte Eberle. Seine Mannschaft ließ nach, Knittelsheim konnte höher verteidigen und hatte nun mehr vom Spiel. Kim Rahel Krebedünkels Weitschuss strich knapp übers Tor, nach der zweiten Trinkpause traf sie, wenig später traf Hans an den Pfosten (83.). In der Schlussphase probierte Minfeld noch mal was, aber die Kräfte reichten nicht. Glück für den SVM, dass Knittelsheim aus einer 4-1-Überzahlsituation nichts machte. Dann war Schluss. „Wir haben schon eine enorm gute Runde gespielt, sind immer sehr stabil gewesen, das ist eine logische Entwicklung“, sagte Richter. Geht sie in der Verbandsliga weiter? Diese Frage wollte Richter nicht beantworten. Hans und Krebedünkel scheiden eventuell aus dem Kader aus. So spielten sie TuS Knittelsheim: Betsch - Haas, Knoll, Jung, Uhrig - Krebedünkel, Trauth - Richter (76. Gundermann) - Starck, Tirolf - Hans SV Minfeld: Pfirrmann - Malik, Kuntz, Hock (61. Zenker) - Lehmann (78. Heinritz), Hauser - Fosselmann - Winker, Völkel (63. Wagner), Herrmann - Oser Tor: 1:0 Starck (47.) - Gelbe Karte: Völkel - Beste Spielerinnen: Betsch, Hans, Knoll - Hock, Fosselmann, Lehmann - Zuschauer: 270 - Schiedsrichterin: Trauth (FSV Freimersheim)

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