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Der Offenbacher Tim Hörner (in Rot) mit einem strammen Schuss. Neben ihm Andreas Rudolf.
Der Offenbacher Tim Hörner (in Rot) mit einem strammen Schuss. Neben ihm Andreas Rudolf.

OFFENBACH. Auweia, FSV! Gegen eine Hassia Bingen, die ihm eigentlich gar nichts Böses wollte, unterlag der FSV Offenbach am Freitagabend in der Fußball-Verbandsliga mit 2:3 (wir berichteten im Sport). Das Spiel: ein Spiegelbild der Saison. Der FSV hielt gut mit, hatte Chancen – und brachte sich durch haarsträubende Fehler quasi selbst um den Lohn der Mühe.

Vor dem Spiel wurden Alexander Wiemers, der noch mal als Kapitän und einzige Spitze ran durfte, Timo Steigner und Marco Hust verabschiedet, und etwas überraschend der im Winter gekommene Tim Fischer, den es nach Billigheim-Ingenheim zieht. Auch überraschend: Marcel Meinzer war nicht Teil der Zeremonie. „Tim hat mich in dieser Woche darüber informiert, dass er studienbedingt kürzertreten will, bei Marcel, der nach Herxheim will, hat sich der Verein noch nicht bei uns gemeldet“, sagte Trainer Thomas Wünstel zu den Personalien. Das Spiel war wenige Sekunden alt, da ging ein Raunen durchs Queichtalstadion: Wiemers vergab frei vor dem Tor. Der FSV war spielbestimmend, setzte Bingen unter Druck – und lag nach 19 Minuten doch 0:1 zurück. Philippe Bender, letzter Mann, verstolperte den Ball, Dominik Ahlbach blieb gegen FSV-Keeper Dennis Mandery eiskalt. Sieben Minuten später setzte es bei Rico Gaab aus. Der linke Außenverteidiger hatte den Ball eigentlich sicher, den Gegenspieler Burak Tasci scharf vors Tor flankte. Ahlbach machte das 0:2. Quasi im direkten Gegenzug erlief Jonas Mittenbühler einen langen Ball, im zweiten Versuch landete die Hereingabe bei Wiemers, der es diesmal besser machte: 1:2. In der 36. Minute hätte sich bei Bingen niemand beschweren können, wenn Dominik Kranz nach seinem Foul als letzter Mann an der Strafraumgrenze gegen Tim Hörner vom Platz geflogen wäre. Schiedsrichterin Sonja Kuttelwascher beließ es bei Gelb und Freistoß. Zwei Minuten später köpfte Hörner aus kurzer Distanz an die Latte des Hassia-Gehäuses. Nach dem Seitenwechsel hatte Timo Steigner die Chance zum Ausgleich, scheiterte aber im Eins-gegen-Eins mit Hassia-Keeper Fabian Haas (68.). Das 1:3 fiel dann wieder wie aus dem Nichts. Der FSV war in der Vorwärtsbewegung, Thomas Gottlieb verlor am Strafraum ein Kopfballduell, der eingewechselte Rechtsaußen der Binger, Fabian Liesenfeld, kam an den Ball, lief 60 Meter unbehelligt Richtung FSV-Tor und traf aus kurzer Distanz (72.). Unfassbar auch für Wünstel: „Das Abwehrverhalten bei allen drei Gegentoren war indiskutabel. Das wird auch in der Landesliga vom Gegner bestraft.“ Zwar schaffte Offenbachs Bester, Tim Hörner, mit einer Kopfball-Bogenlampe umgehend wieder den Anschlusstreffer (76.), doch zu mehr reichte es nicht. Dem FSV gelang es nicht, eine echte Schlussoffensive in Gang zu bringen. Hassia-Coach Nelson Rodrigues betonte: „ Wir haben drei Punkte, waren aber nicht die bessere Mannschaft. Nur die Chancen haben wir konsequenter genutzt.“ So spielten sie FSV Offenbach: Mandery – Lötterle, Inser, Bender, Gaab (87. Brückner) – Meinzer, Hayes – Steigner (77. Mustafa), Hörner, Mittenbühler – Wiemers (68. Gottlieb) Tore: 0:1 Ahlbach (19.), 0:2 Ahlbach (26.), 1:2 Wiemers (28.), 1:3 Liesenfeld (72.), 2:3 Hörner (76.) – Gelbe Karten: Lötterle, Hayes – Kranz, Fring – Gelb-Rote-Karte: Meinzer (FSV, 88.) – Beste Spieler: Hörner -Tasci – Zuschauer: 80 – Schiedsrichterin: Kuttelwascher (Mannheim)

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