Lokalsport Südpfalz Schützenfest für Außenspieler
«BORNHEIM.» 24:29 (10:13) verloren die Handballerinnen der HSG Landau/Land in der Frauenhandball-Pfalzliga gegen die SG Ottersheim/ Bellheim/Kuhardt/Zeiskam II. Auch wenn der Sieg für die Gäste in Ordnung ging, war keiner der beiden Trainer in Bornheim so richtig angetan von der Partie.
„Ein zerfahrenes Spiel, in dem wir die größeren Fehler gemacht haben“, musste HSG-Coach Roland Kästel nach Abpfiff gestehen. Sein Team spielte im ersten Durchgang sechs Minuten in Überzahl, konnte nach Maike Wagemanns erstem von sechs Treffern zum 4:3 (9. Minute) aber nicht mehr in Führung gehen. Zuvor war die HSG ganz schwach gestartet, sie lag nach einem Doppelpack von Shirley-Kim Betsch und einem Treffer der starken OBK-Rechtsaußen Julia Herrmann nach fünf Minuten bereits 0:3 hinten. Bis zum 8:8 konnte die HSG das Spiel offen gestalten, Betsch war zu diesem Zeitpunkt bereits zweimal mit Zeitstrafe zum Zuschauen verbannt und musste die restlichen 45 Minuten aufpassen. Wirklich temporeich war die Partie nicht, beide Mannschaften leisteten sich viele technische Fehler oder Ungenauigkeiten im Spielaufbau. OBK-Trainerin Manuela Bast, die auf Sandra Hammann, Lena Humbert und Daniela Morio verzichten musste, gönnte ihren Spielerinnen nach dem 9:10 – Laura Keßler traf für Landau – erstmals mit einer Auszeit eine Verschnaufpause. Das war in der 25. Minute. Die restliche Spielzeit agierte die HSG im Angriff zu schludrig, um noch mal zu verkürzen. Mit 10:13 ging es in die Kabinen. Im zweiten Durchgang erwischte erneut die SG OBK den besseren Start. Landaus Lena Johann traf aus dem Rückraum nur die Latte, im Gegenzug kassierte die HSG das 11:15 durch Sabrina Scherthan, wenig später gar das 12:17 (38., wieder Scherthan). Auch in Überzahl, Herrmann musste raus, fiel der HSG Landau/Land im Angriff wenig ein. Nach 44 Minuten lag sie 14:20 hinten, die höchste Führung hatten die Gäste dann beim 16:23 vier Minuten später. Lisa Benz traf nach einer schönen Eins-gegen-Eins-Aktion aus sieben Metern. Nach dem 17:24 allerdings keimte bei der HSG Landau/Land ein wenig Hoffnung auf, nach dem 20:25 konnte sie bis auf 23:26 (58.) verkürzen. Wagemann traf in dieser Phase gleich dreifach, zweimal von der Rechtsaußen-Position und einmal nach Tempogegenstoß. Interessant: Auch auf der Gegenseite fielen bis zum Abpfiff die Tore nur noch über die Außen oder nach Siebenmeter. Auf Landauer Seite wusste die neu ins Spiel gebrachte Lenna Schmid zu gefallen, die das 21:26 und das 23:26 selbst erzielte und mit einem herausgeholten Strafwurf auch maßgeblich für das 22:26 verantwortlich war. Die Hoffnungen auf einen Landauer Punktgewinn machte dann jedoch Herrmanns Treffer zum 23:27 zunichte. Sie markierte mit ihrem zehnten Tor auch den 24:29-Endstand. „Wir haben vorne oft unsere Lücken nicht genutzt“, resümierte Bast. „24 Gegentore sind in Ordnung, da hat unsere Torfrau auch einige Bälle weggemacht.“ Im Angriff habe man aber zu viel hergeschenkt. „Das Thema zieht sich schon durch die ganze Runde“, sagte Kästel, der die gleichen Probleme bei seiner Mannschaft sah. Selbst in Überzahl habe man die falschen Entscheidungen getroffen. OBK habe verdient gewonnen. So spielten sie HSG Landau/Land: Schönhöfer – Kästel (3/1), Keßler (3), Roth (6/3) – Wagemann (6), Höffer (1) – Johann (1) – Bach (1), Mees, Müller (1), Schmid (2), Bittig SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam II: Borger (Hermann) – Scherthan (2), Jennewein (1), Benz (1) – Herrmann (10), Betsch (9/6) – Settelmaier (2) – Kern, Dörr (1), Bleh (3), Meyer Spielfilm: 0:1 (2. Minute), 5:5 (10.), 9:10 (21.), 10:13 (Halbzeit), 12:17 (38.), 16:23 (48.), 23:26 (58.), 24:29 (Ende) – Zeitstrafen: 2:4 – Siebenmeter: 6/4 – 7/6 – Beste Spielerinnen: Roth, Wagemann – Herrmann, Betsch, Borger – Zuschauer: 100 – Schiedsrichter: Wyrobisch (Mundenheim).