Lokalsport Südpfalz Risiko mit der starken Rechten

JOCKGRIM. Am finalen Spieltag der Damen-A-Klasse ist der Tennisclub Offenbach in Jockgrim gefordert. Nach fünf Jahren bietet sich ihm endlich wieder die Chance, in die Pfalzliga aufzusteigen.
Dafür brauchen die Damen des TC Offenbach am Sonntag noch sechs Punkte. Dann nämlich könnten sie selbst bei einem 21:0-Sieg des Zweiten Park TC Grünstadt gegen Schlusslicht TC Grün-Weiß Bellheim den Aufstieg feiern. Die Mannschaft will nach erfolgreichem Spiel ins Clubhaus fahren und gemeinsam mit Fans und Freunden die Runde gebührend beenden. Gespielt wird ab 10 Uhr. Der TCO spielt eine tadellose Saison und gewann alle bisherigen Partien. „Wir sind dieses Jahr endlich wieder komplett“, erklärt Mannschaftsführerin Kerstin Valder die tollen Ergebnisse. In den vergangenen Spielzeiten musste die ein oder andere Spielerin aufgrund von Verletzungen oder Schwangerschaft passen. Die Stimmung in der Mannschaft vor dem wichtigen Spiel am Sonntag sei gut, auch weil die Platzierung so unverhofft kam: „Der Aufstieg war gar nicht mal das oberste Ziel. Aber jetzt, wo sich die Möglichkeit abgezeichnet hat, wollen wir uns das nicht mehr nehmen lassen.“ Die 36-jährige Valder, die ursprünglich aus Hochstadt kommt, spielt seit ihrem fünften Lebensjahr in Offenbach Tennis. „Ich bin dem Verein immer treu geblieben“, sagt sie lächelnd. Auf dem Feld sei sie eher der offensivere Typ, gehe mit ihrem starken rechten Arm gerne mal das Risiko ein. Das „Küken des Teams“ ist Newcomerin Giulia Korz. Sie spielt ihr erstes Jahr in Offenbach und hat sich laut Valder bisher super geschlagen. „Von ihr kann man noch viel erwarten“, lobt sie die 17-Jährige. Die Damen des TC Jockgrim spielen eine solide Runde. Mit drei Siegen und zwei Niederlagen liegen sie auf Platz drei der Tabelle. „Die Runde war ganz in Ordnung. Ein festes Saisonziel hatten wir außer dem Klassenerhalt nicht“, sagt die 17-jährige Mannschaftsführerin Lusie Schloß. Sowieso haben die Jockgrimer Damen eine recht junge Mannschaft zusammen. „Ein Vorteil für uns ist das nicht unbedingt. Die älteren Spielerinnen haben ja mehr Erfahrung als wir. Aber von Nachteil ist das natürlich auch nicht“, sagt Schloß. Seit ihrem siebten Lebensjahr spielt die Jockgrimerin bei ihrem Heimatverein, sie kam damals über ihren Vater zum Tennis. Ähnlich begann die Karriere von Mannschaftskollegin Hannah Mühlheußer. Ihre Mutter spielte Tennis, ihr Vater war beim Tischtennis aktiv. „Ich habe mich dann fürs Tennis entschieden“, sagt die 17-Jährige aus Jockgrim. Seit zwölf Jahren spielt sie nun schon nun schon beim TC. Nach überstandener Verletzung – ein Muskelfaserriss machte ihr zu schaffen und verhinderte weitere Einsätze – ist sie am Sonntag dabei und hofft, den Offenbacherinnen Paroli bieten zu können. „Wir haben eigentlich immer gut gegen sie gespielt“, sagt sie. Persönlich läuft ihre Saison „ganz gut“: Mühlheußer verlor keine Partie, blieb in drei Einzeln und in beiden Doppeln unbesiegt. So wollen sie spielen TC Jockgrim: Hannah Mühlheußer, Stefanie Semper, Lena Bauer, Nadja Smasal, Laura Singer, Lusie Schloß TC Offenbach: Nina Herle, Eva Werling, Marie-Luise Doll, Eva Lütz-Binder, Kerstin Valder, Giulia Korz. |meyd