Handball
Oberliga-Heimspiele in Offenbach und Bellheim zur selben Zeit
Über die 36:40-Auftaktniederlage der SG SV 64/VT Zweibrücken in der Handball-Oberliga in Mülheim-Kärlich wunderte sich Christian Job. Am meisten über die 40 Gegentore. Der Trainer der SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam, die am ersten Spieltag auch verlor, geht davon aus, dass sich am Sonntag um 18 Uhr eine andere Zweibrücker Mannschaft zeigen wird. Dass die SG parallel zum TV Offenbach zu Hause spielt, wird sich in der Hinrunde nicht wiederholen, obwohl auch sie nun sonntags aufläuft. Der Wechsel von Heim- und Auswärtsspielen entzerrt das.
Der TV Offenbach spielt am Sonntag gegen den Aufsteiger HSG Kastellaun/Simmern. Das Ziel: 4:0 Punkte aus zwei Spielen. „Wir wissen, dass wir in Worms nicht geglänzt haben“, sagt TVO-Trainer Tobias Job über den mit 31:21 gewonnenen Auftakt. In der ersten Hälfte war sein Team noch sehr wackelig unterwegs, konnte sich aber auf den wieder genesenen Schlussmann Florian Pfaffmann verlassen. Der hielt sein Team im Spiel. In der zweiten Hälfte lief es besser. Am Ende „hat dann auch das Ergebnis gestimmt“, so Job.
Krokodile in der Hölle Süd
Die HSG Kastellaun/Simmern, Wieder-Aufsteiger aus der Rheinlandliga, gewann mit 35:34 gegen die HF Illtal. Vor allem Kilian Kötz (9 Tore), Sasa Puljizovic (9/2) und Julian Mangold (7/2) spielten sich in den Vordergrund. Im zweiten Jahr unter Trainer Frank Röckendorf und Mirza Cehajic, die das Team in der Rheinlandliga aus der A-Jugend und extern mit dem polnischen Exprofi Puljizovic ergänzt und neu geformt haben, kommen die „Krokodile“ mit Selbstvertrauen in Offenbachs „Hölle Süd“.
„Für mich sind sie neu, ich habe noch nicht so viel von ihnen sehen können“, so Job. Der wurfkräftige Rückraum und ein Mittelmann, über den fast alles im Angriff läuft, sind ihm aufgefallen. „Wir wollen im Heimspiel direkt mit einem Sieg starten. Da hoffe ich, dass wir vor den eigenen Zuschauern besser ins Spiel kommen als in Worms und nicht wieder 20 Minuten warten“, gibt Tobias Job die Richtung vor. Andreas Benz, der in Worms ein gutes Spiel machte, fehlte krankheitsbedingt in der Trainingswoche, Nico Bader ebenso. Beide sollten aber rechtzeitig fit werden.
Probleme in der Abwehr
„Der Gegner war besser. Wir sind an die Grenzen gestoßen“, stellt Christian Job zur 25:31-Niederlage der SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam in Bingen fest. Die Abwehr habe in der ersten Hälfte nicht funktioniert, der Gegner sei sehr gut eingestellt gewesen. Elf Feldspieler hatte er dabei, Elias Horn (Nasenbeinbruch im Testspiel) und André Hilsendegen nicht. Neuzugang Marius Gärtner sei auf der rechten Seite umso mehr gefordert, er müsse sich ins Spielsystem einfinden. Der 20-Jährige handelte sich bei 3:2-Führung eine Zeitstrafe ein, erzielte die Tore zum 11:17 und 17:22.
Im Spiel der SG Zweibrücken, in der aus zwei Oberliga-Mannschaften ein Team geformt wird, fiel ihm auf, dass es wenig aggressiv verteidigte: „Das wird gegen uns anders sein.“