Handball
Mit Latzkos Schwung und Bauchhenß’ Tiger-Sprung
Geht es der HSG Landau/Land in der Handball-Pfalzliga an den Kragen? Das 39:42 (22:23) gegen Heiligenstein ist die vierte Niederlage. Die SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam hat zum vierten Mal gewonnen. Philipp Latzko und Torhüter Timo Bauchhenß haben beim 25:20 (10:8)-Erfolg in Iggelheim schöne Momente.
OBK nach der Halbzeit überlegen
Im Angriffsspiel lief nicht alles rund bei OBK, im TSV-Tor konnte sich Ex-SG-Torwart Tobias Weinerth mit einigen Paraden auszeichnen. Mit Philipp Latzko kam von der Bank neuer Schwung. Er erzielte das 4:5, 5:6 und 5:7. Timo Bauchhenß im Tor konnte ein Glanzlicht setzen: Timo Hartmann tritt zum Strafwurf an, täuscht, Bauchhenß sitzt schon auf dem Boden – und fischt mit einem „Tiger-Sprung“ den Ball noch aus der Ecke.
Nach der Halbzeit schwanden der ersten Sieben des TSV Iggelheim etwas die Kräfte. Tore von Patrik Sefrin und Elias Horn führten zum 12:16, Tore von Joshua Albert, Horn und Florian Bauchhenß zum 13:19 (43.). Beim 14:21 war der Auswärtssieg in trockenen Tüchern. Horn (4) und Sefrin (4/2) waren die erfolgreichsten Schützen.
HSG Landau/Land körperlos in der Abwehr
Spielertrainer Lukas Gerstle (9/2), Lukas Müller (8) und Christoph Wörner (7) ballerten für die HSG Landau/Land drauf los. Die Tore reichten nicht. „Unglaublich. Wir hatten 4:4 Punkte eingeplant. Nach Rodalben war auch Heiligenstein ein schlagbarer Gegner. Aber irgendwie hat der Mut gefehlt zu gewinnen“, sagte Tobias Schnabel. Der 29-jährige Entwicklungsingenieur bei einem Ultraschall-Schweißmaschinenhersteller in Karlsruhe stand am Dienstag anstelle des beruflich in der Schweiz tätigen Gerstle Rede und Antwort. Schnabel stellte die Abwehrarbeit an den Pranger. Cedric Hener im Tor habe in der zweiten Hälfte vier Siebenmeter pariert, habe sonst aber wenig machen können, weil die Abwehr nicht nah genug an die Gegenspieler gekommen sei. Zweiter Torhüter war Dirk Schulze, er vertrat den erkrankten Felix Schilling. Nach dem 13:17 kam die HSG heran, Christoph Wörner warf das 24:24, Lukas Müller das 25:25 (34.). Neun Minuten später war der Elan gebrochen: 26:32.
Packung für Kandel
Noch heftiger traf es den Aufsteiger TSV Kandel: 23:42 (8:18)-Packung von der HSG Dudenhofen/Schifferstadt, die wie OBK acht Punkte hat. Nach dem 5:8 traf Kandel erst wieder zum 6:14 (22.). Paul Schutzius und Simon Richter (je 9) erledigten die Gastgeber, die wie der TV Wörth 4:4 Punkte haben. Peter Geigers Mannschaft zog der HSG Mutterstadt/ Ruchheim nach dem 5:5 eins über. Das 16:7 war das sechste Tor von Felix Werling (27.), dem beim 30:20 (18:9)-Erfolg 9/3 Tore gelangen. Wörth kontrollierte das Spiel: 21:11 Yannic Fuhrmann, 25:16 Simon Zolk (52.).
Die nächsten Spiele: OBK tritt in Kaiserslautern an, der TV Wörth spielt gegen Iggelheim, die HSG Landau/Land probiert’s in Offenbach. Bei der HSG zeichnete sich am Dienstag eine schwache Trainingsbeteiligung am Abend ab: Viele sind angeschlagen, einige krank. Schnabel: „Wir müssen abwarten, wie das Training läuft.“