Lokalsport Südpfalz Minfeld macht’s in Verlängerung

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RÜLZHEIM (som). Der Favorit hat sich mit sehr viel Mühe durchgesetzt. Der SV Minfeld holte sich gestern mit einem 3:2-Erfolg nach Verlängerung gegen den TuS Knittelsheim im Peter-Becht-Stadion in Rülzheim den Frauenfußball-Kreispokal Südpfalz.

Die Momente ihres persönlichen Triumphes wollte Bianca Riegler genießen. Sie entschied mit ihrem Treffer zum 3:2 in der 111. Minute das Finale, das über lange Zeit völlig offen war. Die rund 400 Zuschauer erlebten ein bis unter die Haarspitzen spannendes Endspiel mit dem glücklicheren Ende für den SV Minfeld, der als Landesliga-Meister das Double perfekt machte und damit für das erfolgreichste Jahr in der Vereinsgeschichte sorgte. Minfelds Coach Karl-Heinz Eberle sprach nach der Partie von dem erwartet schweren Spiel. Wichtig war für ihn, dass sein Team nach zweimaligem Rückstand die Köpfe nicht hängen ließ und auf die Chance wartete. Eberle musste mit ansehen, wie der TuS Knittelsheim recht druckvoll begann und in der 13. Minute durch Lena Städtler zur Überraschung der Zuschauer ein 1:0 vorlegte. Kaum waren die Jubelstürme verklungen, glich quasi im Gegenzug Sabine Völkel für den SV Minfeld aus. Der Meister nahm nun keineswegs das Heft in die Hand, im Gegenteil: Knittelsheim merkte man nach dem schnellen Ausgleich die Trotzreaktion an, nichts war da von Resignation zu spüren. Und in der 28. Minute gab es den Lohn. Der Außenseiter ging zum zweiten Mal in dieser Partie in Führung. Städtler nutzte einen bösen Schnitzer der sonst im Abwehrzentrum so sicher wirkenden Stefanie Niederer aus, zog auf und davon und ließ Anita Pfirrmann im SV-Gehäuse keine Abwehrchance. In der Folgezeit wirkte Minfeld wie gelähmt. Die langen, hohen Bälle, denen es häufig an Präzision mangelte, machten es der gegnerischen Defensivabteilung nicht schwer, den Vorsprung zu halten. Bis zu Pause tat sich dann nicht mehr viel. An diesem Bild änderte sich im zweiten Spielabschnitt zunächst wenig. Bei Knittelsheim fiel immer wieder Maria Christmann mit ihren Sololäufen auf der linken Außenbahn auf, bei denen sie ihrer Gegenspielerin das ein oder andere Schnippchen schlug. Als die Zuschauer auf den Rängen schon von einer Pokalüberraschung plauderten, kam die 81. Minute, in der der Himmel mit wenigen Regentropfen weinte. Minfelds Romy Fosselmann fasste sich mit einem Distanzschuss ein Herz. Das Leder rutschte durch die Hände der Knittelsheimer Keeperin. Knittelsheims Coach Benedikt Metz verstand die Welt nicht mehr. Der Pokalgewinn war so greifbar nahe gewesen. Er nahm in der 84. Minute seine zweimalige Torschützin heraus. Die TuS-Damen hatten nun nicht mehr die Kraft, um ein drittes Mal in Führung zu gehen. In der Verlängerung hatte Minfeld die größeren Torchancen, eine davon nutzte Riegler in der 111. Minute. So spielten sie TuS Knittelsheim: Palm, Uhrig, Bakx, Trauth (Altrock), Starck (Karl), Jung, Christmann, Gundermann, Richter, Städtler (Zedler), Haas SV Minfeld: Pfirrmann, Hock, Hauser, Niederer, König, Völkel, Fosselmann, Winkler, Malik, Boell (Kattler), Zenker (Riegler) Schiedsrichter: Gadinger (Bellheim)

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