Lokalsport Südpfalz Matchball für die Gelb-Schwarzen

«KNITTELSHEIM.» Am Dienstag schlug der FC Speyer 09 II in der Aufstiegsrelegationsrunde den SC Bobenheim-Roxheim mit 4:2. So reicht dem TuS Knittelsheim am Samstag schon ein Unentschieden gegen den Vizemeister des Rhein-Pfalz-Kreises, um in die Fußball-Bezirksliga aufzusteigen. Anpfiff der Begegnung ist um 17 Uhr in Freimersheim.
Es ist der erste Matchball für die Gelb-Schwarzen, die gegen Speyer 5:0 siegten. Sollte die Mannschaft von Kevin Konz verlieren, würde die Relegation wie folgt fortgesetzt: „Da dann alle drei Mannschaften punktgleich wären, würde zunächst ein Freilos gezogen. Die anderen beiden Mannschaften tragen das Halbfinale aus. Der Sieger spielt danach im Finale gegen das Freilos-Team um den Aufstieg“, erläutert Staffelleiter Klaus Karl. „Wer in so einem Spiel auf ein Unentschieden spielen lässt, ist für mich kein Trainer“, sagt Konz zu der vom Papier her günstigen Ausgangslage: „Wir müssen voll fokussiert und hochkonzentriert in dieses Spiel gehen und einfach unsere Hausaufgaben machen. Ich glaube, die Mannschaft hat das auch verstanden.“ Das Spiel zwischen Speyer und Bobenheim-Roxheim hat Konz mit rund 40 weiteren Knittelsheimern verfolgt: „Bobenheim hat eine erfahrene Mannschaft mit einer guten Offensive. Und hinten steht das Team auch gut. Auch wenn sie gegen Speyer verloren haben, sie können Fußball. Das wird eine ganz harte Nuss.“ Seit Jahren sei die Rhein-Pfalz-Klasse die stärkste der drei A-Klassen, deren Vizemeister die Relegation ausspielen, meint Konz. Er wird wahrscheinlich eine veränderte Formation ins entscheidende Spiel schicken: „Wir haben 18 Mann im Kader, der bewusst so zusammengestellt wurde, dass alle leistungsmäßig auf dem gleichen Level spielen. Ich kann da immer jeden ersetzen, durch gezielte Wechsel auf einzelnen Positionen etwas offensiver oder defensiver spielen lassen“, erklärt Konz. Der Trainer, seit zwei Jahren im Amt, verweist auf das Jugendkonzept des Vereins. Der Aufstieg käme für das Team mit einem Durchschnittsalter von gerade einmal etwas über 21 Jahren überraschend, aber die Bezirksliga sei sehr attraktiv für seinen Klub. Die Elf bleibt zusammen. Sie könne mit „acht, neun Jugendspielern sowie drei externen Zugängen“ noch breiter aufgestellt in die kommende Runde gehen. Unterstützt wird Konz von Co-Trainer Martin Krämer, der gerade in solchen Spielen sehr wichtig für ihn sei. Konz stand in Bruchweiler-Bärenbach als junger Spieler mal im Landesliga-Kader, in Steinfeld schnupperte er Bezirksliga-Luft. Über Stationen in Vorderweidenthal, Busenberg und Oberhausen/Barbelroth kam er früh zu einem Trainerjob in Winden, blieb sechs Jahre, gewann einmal den Kreispokal. Für den Wechsel nach Knittelsheim benötigte er „nur eine Stunde Bedenkzeit“. Ein Glücksgriff für beide Seiten, so scheint es. Nun hat Konz einen Wunsch: Seine Elf soll aus „dem kleinen Wunder ein großes machen“. Eines würde er im Falle eines Aufstiegs aber künftig vermissen: die Derbys gegen Bellheim. „Das waren immer ganz besondere, oft verrückte Spiele“, sagt Konz. Dafür könnte der 37-Jährige sich künftig auf die Gegner Büchelberg, Jockgrim, Freimersheim, Queichhambach, Lustadt und Billigheim-Ingenheim einstellen.