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Leon Bauer: „Ich bin nicht richtig warm geworden“
Am Sonntagnachmittag ist Leon Bauer (25) zurückgekommen ins Zuhause seiner kleinen Familie. Sie hat sich in Bellheim eingelebt. „Gefühlt freuen sich alle mehr für mich, als ich mich freue“, sagt Bauer. Nach 50 Sekunden der dritten Runde traf er den 32-jährigen Rost am Samstag bei seinem Premierenkampf für Universum blitzschnell und hart im Gesicht, nach weiteren 40 Sekunden gab Rost auf. Ein Auge war zugeschwollen. Sieg für Bauer durch technischen K. o. Sein 20. Sieg als Profi. Augenhöhle, Jochbein? Nach Bauers Kenntnis muss sich der Gegner operieren lassen: „Ich hoffe, dass er es gut übersteht und dann zu seiner Familie heimkehren kann.“
Am liebsten direkt weitermachen
Er wollte, ja musste klar gewinnen, wie er sagt. Der Kolumbianer Hancel Gonzalez, sein Gegner im vorherigen Kampf im Mai 2023, sei bei allem Respekt für Rost stärker gewesen. Er habe mehr Gegenwehr erwartet: „Ich bin gar nicht richtig warm geworden.“ Er sei (am Montagnachmittag) total aufgewühlt und komme nicht richtig runter. Eigentlich sei sein Gegner unfair, weil zu schwer gewesen, sagt Bauer. Er selbst sei mit 92 Kilo in die Vorbereitung und habe 17 Kilo Gewicht gemacht. Maximalgewicht bei Titelkämpfen sei 76,2 Kilo, bei anderen Kämpfen sei man weniger genau. Wie er immer wieder sein Gewicht fürs Supermittelgewicht erreicht? Es habe eine Phase gegeben, da habe er 95 Kilo gewogen. „Ich trainiere viel intelligenter als früher“, sagt der 25-Jährige. Er habe sich angeschaut, wie die besten Athletentrainer arbeiteten.
Nächster Kampf in Aschaffenburg
Am liebsten würde er direkt weitermachen. Erholung? „Schwierig. Ich brauche mein tägliches Training als Medizin.“ Er will so schnell wie möglich alles aufholen, was er in den vergangenen Jahren vermisst hat.
Der nächste Universum-Abend ist im April in Aschaffenburg. Ende Mai habe er einen Kampf in Stuttgart, Ende November einen weiteren: „Ein straffer, aber guter Zeitplan.“ Bauer will sich mit den Besten messen.