Lokalsport Südpfalz Kontrolliert offensiv
BILLIGHEIM-INGENHEIM. Steffen Zoller hat Lust auf die Fußball-Bezirksliga. Er ist der Spielertrainer des TSV Fortuna Billigheim-Ingenheim und will mit seiner Elf im oberen Tabellendrittel landen.
Kompensiert werden muss der Verlust von Yannik Kindler, den es nach Kandel gezogen hat. Aber weil den insgesamt drei Abgängen acht Neue gegenüberstehen, ist der Kader breiter aufgestellt als in der Vorsaison. Zoller hofft, dass die teils krassen Leistungsschwankungen in diesem Jahr ad acta gelegt werden. „Wir müssen dazu in jedem Spiel Gas geben, von der ersten bis zur 90. Minute. Genau daran haben wir gearbeitet, den konditionellen Sektor aufgewertet“, berichtet Zoller von der Vorbereitung seiner Elf. Diese müsse auch in der Lage sein, taktisch variabel auf gewisse Anforderungen zu reagieren: „Mir müssen nicht nur über außen zu Toren kommen, sondern auch Lösungen in der Mitte finden, variabler werden, um nicht so leicht ausrechenbar zu sein. Oft haben unsere Gegner die Außenbahnen einfach zugestellt und dann haben wir uns schwergetan.“ Insgesamt müsse man selbst die Räume mehr verdichten, die Laufwege besser aufeinander abstimmen, um auch weniger Gegentore zu bekommen. „Kontrollierte Offensive“ nennt Zoller seine bevorzugte Ausrichtung. Das Gerüst der Mannschaft blieb bestehen, auch wenn Markus Schneider künftig wohl weniger Zeit hat. Der Grund indes ist erfreulich: Der Stürmer, der einst aus Zeiskam kam und seitdem mit seinen Treffern für Billigheim unverzichtbar ist, ist Vater geworden. Johannes Knecht im Tor, Ex-Spielercoach Patrick Weller in der Abwehr, Ralf Bittig im Mittelfeld sind weitere erfahrene Spieler im Kader. „Aber irgendwann muss jeder mal Verantwortung übernehmen, wenn er spürt, dass er gut drauf ist. Dann muss jeder Spieler in der Lage sein, die anderen mitzuziehen“, setzt Zoller mehr auf ein funktionierendes Kollektiv denn auf gewisse Einzelspieler. Erfreut zeigt sich der spielende Trainer über die Einstellung seiner Neuzugänge: „Sie sind engagiert und wissbegierig, gerade die Jungen, aber auch Nicolai Müller, der aus Herxheim zurückkam, ab Jahresende aber in Mainz studieren will. Wir werden sehen, wie es dann mit ihm sportlich weitergeht“, so Zoller. |mame