Lokalsport Südpfalz Kontinuität, Stabilität, Konstanz
«HERXHEIM/OFFENBACH.» Landesliga-Spitzenreiter Viktoria Herxheim peilt am heutigen Samstag eine Revanche an. Die Mannschaft von Trainer Christian Slatnek gastiert beim DJK SV Phönix Schifferstadt (Anstoß 14.30 Uhr), der im Rennen um die Meisterschaft sechs Punkte weniger auf dem Konto hat. Der FSV Offenbach erwartet heute den VfR Wormatia Worms (17 Uhr), der SV Rülzheim spielt morgen beim TuS Marienborn.
Am 24. September musste die Viktoria zu Hause eine 0:1-Niederlage gegen Phönix hinnehmen. Von dem Wort „Wiedergutmachung“ möchte Slatnek nichts wissen: „Wir wissen um die Wichtigkeit der Partie. Es geht aber nicht um Revanche für die Hin-spiel-Niederlage. Natürlich wird es ein ganz anderes Spiel als in der Vorrunde. Uns geht es einzig und allein um Kontinuität, Stabilität und Konstanz in unserem Spiel, die für das Resultat entscheidend sein werden.“ Torhüter Kosta Stengel hat nach seiner Verletzung in Gau-Odernheim in dieser Woche wieder trainiert. Die Entscheidung, wer zwischen den Pfosten steht, fällt kurz vor dem Spiel. Patrick Stieber wurde nach seiner Roten Karte für ein Spiel gesperrt und wäre wieder einsatzbereit, wären da nicht gesundheitliche Gründe, die ihn daran hindern. Wieder an Bord ist Philipp Keller. Marcel Melzer kann nach der schweren Knöchelverletzung in Gau-Odernheim in der nächsten Woche mit leichtem Lauftraining beginnen. Slatnek: „Wir brauchen diesen Spielertyp.“ Lob gibt es vom Trainer für Neuzugang Steven Knob-loch. Er mache große Fortschritte. Der FSV Offenbach versucht heute einen kompletten Fehlstart ins neue Jahr abzuwenden. Einer der beiden Neuzugänge ist Simon Keakavocy aus Bellheim. Mit 1,64 Metern Körpergröße ist der Neue ein quirliger Typ, der sich auf der „Zehner“-Position im offensiven zentralen Mittelfeld am wohlsten fühlt. „Es macht mich stolz, dass ich das Vertrauen des Trainers genieße und er mich auch schon auf meiner Lieblingsposition eingesetzt hat“, sagt der Hobby-Boxer, der zwei- bis dreimal wöchentlich nach Karlsruhe zum Boxen fährt. „Das ist ein gutes Cardiotraining und auch der koordinative Anspruch ist hoch. Beides hilft mir auch als Fußballer“, erklärt der laufstarke Keakavocy, der gerne mal ins Dribbling geht. Nachdem der 24-Jährige seine gesamte fußballerische Laufbahn bisher bei Phönix Bellheim absolviert hat, will er sich nun in einer höheren Spielklasse versuchen. „Klar, es gibt noch viel zu lernen“, sagt er nach den ersten Eindrücken, „aber ich hoffe, dass ich mich weiter zeigen kann.“ Der Spielmacher macht sich wenig Gedanken um den Verbleib des FSV in der Spielklasse: „Die Tabelle ist eng, mit zwei, drei Siegen bist du wieder gut oben mit dabei. Wir schauen daher eher nach oben als nach unten.“ Pierre Amann hat im Training voll mitgezogen und könnte so auf der Sechs gemeinsam mit Christian Stamer das defensive Pärchen der Elf von Trainer Daniel Jahnke hinter Keakavocy bilden. Das Spitzenspiel Marienborn gegen Rülzheim beginnt morgen um 15 Uhr. Im Falle einer Rülzheimer Niederlage wäre Marienborn – bei einem Spiel mehr – neun Punkte voraus. Trainer Patrick Brechtel will von besonderem Druck nichts wissen: „Wir schauen in jedem Spiel auf uns und geben alles, um es zu gewinnen und oben dabei zu bleiben.“ Robin Dränkow (Operation am Zeh) fällt für den Rest der Runde aus, Maximilian Brechtel (angebrochener Mittelfuß) könnte im Saisonendspurt bei optimalem Heilungsverlauf wieder zur Verfügung stehen. Das Hinspiel endete 3:3. „Mit Andreas Klapper haben die einen absoluten Torjäger, gegen den wir hellwach verteidigen müssen“, warnt Brechtel insbesondere vor dem mit 21 Treffern erfolg-reichsten Torschützen der Liga.