fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Knittelsheims Dauerbrenner plant große Tour

Jan Schick
Jan Schick

Er studiert das Grundschullehramt und ist hinter Lars Maier der Dauerbrenner im Team: 19 Einsätze, 1494 Minuten auf dem Platz, vier Tore. Der 22-jährige Jan Schick spielt beim TuS Knittelsheim, der trotz einer Ergebnisdelle in der Aufstiegsrunde der Fußball-Bezirksliga noch alle Chancen hat.

Auf Rang drei tritt der TuS am Sonntag um 15.15 Uhr beim FV Freinsheim an, den er im Hinspiel mit fünf Treffern von Tim Heene mit 6:0 besiegte. Es geht darum, Anschluss zu den Topteams Jockgrim (spielt in Frankenthal) und VfB Haßloch zu halten.

Freinsheim werde „richtig heiß sein gerade nach dem Hinspiel“, ist sich Jan Schick sicher. Er ist von der Sechser-Position auf die des rechten Verteidigers gewechselt. In Zeiskam aufgewachsen, kam er nach der D-Jugend zum TuS. Er erfreut sich daran, Teil einer Entwicklung zu sein, die für ihn ebenso stetig aufwärts gegangen ist wie für den Verein: „Wir sind vom Abstiegskandidat zum Aufstiegskandidat geworden. Wir mussten jetzt lernen, mit dem Aufstiegsthema im Kopf umzugehen, haben darüber nach den beiden Niederlagen in der Aufstiegsrunde gesprochen und konnten so den nächsten Entwicklungsschritt gehen.“

Und dann noch Tansania

Schick ist für Sonntag optimistisch, „dass wir endlich auch auswärts unsere Leistung wieder auf den Platz bringen“.

Schwerpunkt seines Studiums sind Mathematik und Sport. Der in Landau lebende Rechtsfuß will dem Spiel des TuS Struktur geben und „Bock und Spaß“ auf das Team übertragen. In seine Leistungen müsse er mehr Konstanz bringen, sagt er. „Aber das ist ja bei Spielern in meinem Alter auch normal.“

In der kommenden Runde muss der TuS zunächst auf ihn verzichten. Er und seine Partnerin gehen auf Reisen. Eine Tour durch Europa mit dem Camper wird ergänzt um einen vierwöchigen Aufenthalt in Tansania. „Wir wollen dort in einem Waisenhaus Erfahrungen sammeln und mal schauen, wie es in ärmeren Regionen auf der Welt ist, uns dort auch einbringen“, blickt Schick auf die Zeit von Juli bis Ende Oktober. Danach könnten in der Landesliga viele reizvolle Derbys anstehen: „Das wäre schon überragend, da auf Vereine zu treffen, die jahrelang ein, zwei Klassen stärker waren.“

FC Lustadt winkt Sprung auf Platz sechs

Nach einer Pause kann der FC Lustadt mit einem Erfolg bei der FG 08 Mutterstadt (Sonntag, 14.30 Uhr) im Tableau weiter nach oben klettern. Für die erste Pleite nach drei Auftaktsiegen, das 0:3 in Freinsheim, führte Trainer Cristian Radu Stoican zur Erklärung die vielen Ausfälle an. Er ist genervt von der Personalmisere, die zuletzt fast die komplette Stammbelegschaft auf die Ausfallliste brachte, sieht darin aber auch die Möglichkeit, noch mehr auf die nachrückende Generation zu setzen. Wichtig ist ihm, dass der Weg, auf eigenen Nachwuchs zu setzen, bei den Zuschauern des FCL ankommt: „Man merkt, dass die Leute sich mit den Jungs identifizieren, weil sie die aus dem Ort kennen. Das kommt gut an.“

Sein Team hält, was der Trainer versprochen hat: Mit nur zwei Punkten war der FCL aussichtslos in die Aufstiegsrunde gestartet, dennoch schenkt er die Spiele nicht ab. Mit einem neuerlichen Erfolg winkt ein Sprung auf Rang sechs.

Ausserdem spielen

  • Aufstiegsrunde: VfR Frankenthal – TSG Jockgrim (So, 15.30 Uhr)
  • Abstiegsrunde: SV Minfeld – SV Weisenheim/Sand, VfB Hochstadt – ASV Maxdorf (beide So, 15 Uhr), VTG Queichhambach – Ludwigshafener SC, TuS Frankweiler/Gleisweiler/Siebeldingen – ESV Ludwigshafen (beide So, 15.30 Uhr)

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