Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Joker sticht, Zeiskam gewinnt

Simon Stubenrauch (am Ball) schaltet auf Offensive. Hinter ihm Luca Lehr. Özgür Kezer und Martin Amoako sind die Gegenspieler.
Simon Stubenrauch (am Ball) schaltet auf Offensive. Hinter ihm Luca Lehr. Özgür Kezer und Martin Amoako sind die Gegenspieler.

Trotz vieler vergebener Chancen geht der TB Jahn Zeiskam im Verbandsligaduell mit dem ASV Fußgönheim als Sieger vom Platz. Das Spiel endet mit dem Lieblingsergebnis von Trainer Stefan Ronecker. Zeiskam sei für seine Elf eine Nummer zu groß gewesen, sagt der Trainer der Gäste.

Das Aluminium war am Sonntag in Zeiskam nicht zu beneiden. Der gastgebende TB Jahn scheiterte in der ersten Halbzeit gleich dreimal an Pfosten oder Latte des Gegners. Er gewann in der Fußball-Verbandsliga 1:0 gegen den ASV Fußgönheim.

Bereits in der ersten Minute legte Nico Nagel nach gutem langem Ball von Verteidiger Leon Ohlinger ab für Rodney-Francis Peprah, dessen Schuss ging an den linken Pfosten. In der 41. Minute streifte ein Distanzschuss von Nagel die Querlatte, eine Minute später grätschte der anstürmende Christoph Wörzler den Ball nach einem Querpass von Peprah im Sechzehner an den rechten Pfosten.

Doch auch das Gehäuse von Zeiskams Torwart Kai Anschütz blieb nicht verschont. Fußgönheims Anton Markovic setzte einen langen Ball aus sieben Metern per Direktabnahme an die Latte, den Abpraller köpfte er vorbei (37. Minute). Zuvor scheiterte er freistehend an Anschütz (15.).

Persohn: Beide haben brutale Chancen

Und so hätte es zur Halbzeit durchaus 3:2 stehen können, gar müssen. Auch wenn die Gastgeber etwas mehr vom Spiel hatten, war die Partie noch ausgeglichen. Das sah auch Gäste-Trainer Andreas Persohn so: „Wir haben beide brutale Chancen, das Eckenverhältnis war gleich. In der Halbzeit dachte ich, mit etwas Spielglück können wir vielleicht auch einmal im Leben in Führung gehen.“

Doch es sollte ganz anders kommen. In der zweiten Hälfte zeigte sich dann doch, wer vor dem Spiel mit 31 Punkten auf Platz sieben und wer mit 13 Punkten auf dem letzten Platz stand. Der TB Jahn bestimmte nun die Partie und spielte sich eine Chance nach der anderen heraus. Peprah setzte sich nach einem langen Ball von Sanel Catovic gegen zwei Verteidiger durch und scheiterte am guten Gästetorwart Marvin Gebhard (54.). Sieben Minuten später schoss der kurz zuvor eingewechselte Stefan Herzner frei im Strafraum stehend knapp links am Tor vorbei. Kurz darauf machte er es besser. Nach Nico Kruppenbachers Flanke von rechts spielte Herzner in den Sechzehner zu Peprah, dessen abgeblockter Schuss kam wieder zu Herzner, der aus acht Metern direkt flach ins lange Eck zum 1:0 abzog (65.).

Ronecker: Am Ende schwieriges Spiel

Fußgönheim musste jetzt etwas aufrücken, Zeiskam konnte kontern. Die beste Chance hatte Kapitän Simon Stubenrauch, nach einem schönen Pass von Catovic in die Spitze scheiterte er zweimal an Gebhard (73.).

Letztlich kam von Fußgönheim zu wenig, und so endete die Partie 1:0. „Wir waren vorne nicht effektiv genug. Wenn wir das ein oder andere Tor mehr machen, ist früher Ruhe. So war es am Ende ein schwieriges Spiel“, ordnete Zeiskams Trainer Stefan Ronecker ein. „Ich habe aber mal gesagt, dass 1:0 mein Lieblingsergebnis ist. Und wenn die Mannschaft das kann, ist alles super.“

Dass Zeiskam das Ergebnis über die Zeit brachte, lag auch an der starken Defensivleistung. „Unsere Abwehr ist extrem schnell und in der Rückwärtsbewegung taktisch überragend. Aber auch die vorne machen gut mit und schalten schnell um“, sagte Ronecker. Die Leistung erkannte auch Persohn an: „Bei uns fehlen das Selbstbewusstsein und die Entschlossenheit. Zeiskam ist eingespielt, physisch fit und sehr stabil. Sie waren heute eine Nummer zu groß für uns.“ Zeiskam klettert durch den Sieg auf Platz fünf der Tabelle. Fußgönheim teilt sich die rote Laterne nun mit Steinbach.

So spielten sie

TB Jahn Zeiskam: Anschütz - Lehr, Ohlinger, Streib, Mees - Catovic (79. Bottaccio), Stubenrauch, Kruppenbacher (90. Langer) - Peprah (85. Kolb), Nagel (61. Herzner), Wörzler (79. Rudisele)

ASV Fußgönheim: Gebhard - Takpara, Pitulic, Kezer, Nadja (46. Hajdaraj) - Zeqiraj (62. Kqiku), Veskovac, Gerth, Amoako (62. Vukovic) - Markovic, Radonjic

Tore: 1:0 Herzner (65.) – Beste Spieler: Peprah, Ohlinger, Catovic - Pitulic – Zuschauer: 120 – Schiedsrichter: Wölflinger (Kusel)

x