Fußball
Herxheimer A-Jugend beginnt in Regionalliga gegen FKP
Am Sonntag (13.30 Uhr) beginnt für die A-Junioren des SV Viktoria Herxheim das Abenteuer Regionalliga. Zu Gast ist der FK Pirmasens. Qualifiziert haben sie sich für Deutschlands zweithöchste Liga durch eine beeindruckende Rückrunde in der Verbandsliga Südwest.
Grundlage war die Heimstärke mit zwölf Siegen und einem Remis. Topscorer der stärksten Offensive der Liga waren die beiden Rülzheimer Omid Azizi und Lennart Liebel, jeder traf 18-mal. Die beiden steuerten mehr als ein Drittel der 104 Tore bei. Das Duo gehörte wie fast alle zum jüngeren Jahrgang. Der Stamm der Mannschaft ist zusammengeblieben. Neuer Kapitän ist Mathis Manhopf. Er war eine Woche im Probetraining beim Karlsruher SC. Dort hätte er einen Vertrag bekommen, er hat sich dann aber doch für einen Verbleib in Herxheim entschieden.
Abschluss in Amsterdam
Trainer Yasin Özcelik kann in seinem vierten Jahr auf ein eingespieltes Team bauen, das um vielversprechende Jungs ergänzt wurde. Er sagt: „Wir wollen erst gar nicht hinten reinrutschen. Ich möchte, dass wir unseren mutigen Offensivfußball beibehalten. Mit wenigen Ballkontakten ohne Querpässe in die Spitze vorstoßen, das ist unsere DNA.“ Ihm macht es „riesige Freude“, die Mannschaft zu trainieren und mit ihr andere Dinge zu unternehmen. Im Winter ging es zum Skifahren an den Feldberg. 40 Mann machten die Abschlussfahrt nach Amsterdam mit.
Als Özcelik begann, spielte er in Büchelberg. Seit dieser Saison spielt der 37-Jährige für die Viktoria. Zwei Treffer erzielte er in drei Partien. Bei zeitlichen Überschneidungen hätten die A-Junioren Priorität, sagt er. Doch dazu kommt es in der Vorrunde nicht. Özcelik lässt dreimal wöchentlich trainieren. Er betont: „In den Nachwuchsleistungszentren werden die Kids in ein Schema gepresst. Doch ich möchte kreative Spieler, die selbst Entscheidungen treffen auf dem Platz. Es sind alles noch Kinder und Jugendliche, und das sollen sie auch bleiben dürfen.“
Aus Fußballerfamilien
Seine Cotrainer sind Joachim Liebel und Mert Türküstün, der beim Torwarttraining künftig vom früheren Regionalliga-Keeper Sicco Kaschewski unterstützt wird. Bei weiten Fahrten soll ein Bus eingesetzt werden.
Viele Talente kommen aus Fußballerfamilien. Robert Cenusas Vater Cristian, er ist beim SV Erlenbach, war früher Profi in Rumänien. Faris Pita ist der Sohn von Edin Pita, dem Trainer des VTG Queichhambach. Sie treffen am Sonntag auf ihre letztjährigen Mannschaftskameraden Bastian Sommer und Hannes Jensen, die es an die Husterhöhe zog. Auch Özcelik trifft einen alten Weggefährten. Cotrainer beim FKP ist Ex-Profi Freddy Heß, der beim SV Darmstadt in sechs Jahren 221 Zweitligaspiele bestritt. Der Landauer trainierte den jungen Özcelik vor 15 Jahren beim Verbandsligisten TB Jahn Zeiskam.
FKP international
„Ich habe ein sehr gutes Gefühl, was das Team betrifft“, sagt Sebastian Heß (35) vor seinem zweiten Jahr als Cheftrainer der U19 des FKP, der nun seinen Vater Freddy Heß (59) als Cotrainer an seiner Seite hat. Mit Kostas Petrakoglou (Griechenland), Xander Race (Kanada) und Hanz Sketchy (Malaysia) sind drei Spieler aus anderen Ländern dazu gekommen. Sebastian Heß: „Es ist ein Hauen und Stechen auf allen Positionen entbrannt. Jeder konnte und kann sich zeigen.“
Ohne den in die Bundesliga zurückgekehrten 1. FC Kaiserslautern gebe es in der Regionalliga Südwest keinen absoluten Favoriten. „Es wird vorne enger zugehen“, schätzt Heß. Er erwartet die Nachwuchsleistungszentren des 1. FC Saarbrücken und der SV Elversberg ebenso ganz vorne wie Eintracht Trier und Schott Mainz.
Neuzugänge aus der Ferne
Hannes Jensen und Bastian Sommer sind aus Herxheim gekommen. Simon Schwarz und Till Decker sind Rückkehrer vom 1. FC Kaiserslautern. Felix Hess, zuletzt beim SC Weselberg in der Herren-Landesliga am Ball, ist auch zurück. Vom FSV Offenbach kamen Mike Rembe und Vincent Weber nach Pirmasens.
Und die drei Neuen aus der Ferne? Kostas Petrakoglou und Hanz Sketchy wollen in Deutschland ein Sprachstudium beginnen. Der 18-jährige Xander Race wurde an der Fußball-Akademie in Toronto geformt und war Stammspieler in der U21 von Toronto Skillz FC, die in der Reserveliga der League 1 Ontario spielt.
„Wir freuen uns alle darauf, wenn es endlich losgeht“, betont Sebastian Heß, Vater von zwei Kindern und Lehrer am Goethe-Gymnasium in Germersheim.
Der Kader der Viktoria
(in Klammern Wohnort, bei den Neuzugängen folgt noch der bisherige Verein)
Torhüter: Lukas Kortekamp (Landau, FSV Offenbach), Samet Sevili (Worms, SV Horchheim), Tim Stengel (Landau)
Abwehr: Phil Wölfel (Hatzenbühl), Joe Fuhr (Hatzenbühl, TSG Hoffenheim), Jan Hoffmann (Herxheim), Luis Notti (Kandel, FSV Offenbach), Koray Karcioglu (Kandel), Vickie Soroberto (Landau), Sebastian Heil (Jockgrim), Faris Pita (Bellheim, Phönix Bellheim), Daniel Baumung (Rülzheim)
Mittelfeld: Mathis Manhopf (Albersweiler), Ari Uka (Kandel), Fabrizio Laci (Hagenbach), Henry Liebel (Rülzheim), Mex Messerschmidt (Gommersheim, FSV Offenbach), Tim Dahl (Kandel), Omid Azizi (Rülzheim), Simon Schäffler (Annweiler)
Angriff: Lennart Liebel (Rülzheim), Robert Cenusa (Kandel, SV Sandhausen), Max Nauert (Landau, FSV Offenbach), Nathan Ikubu (Germersheim, FC Phönix Bellheim), Andre Gruhn (Mutterstadt, FC Speyer 09)
Im erweiterten Kreis: Salih Avci (Germersheim), Linus Böttinger (Bad Bergzabern), Johannes Löffel (Herxheim), Yavhen Mankosh (Rheinzabern), Noah Meinzer (Jockgrim), Gentrit Sylmetaj (Germersheim)
Abgänge: Bastian Sommer und Hannes Jensen (beide FK Pirmasens), Marc Mängel (TuS Knittelsheim), Gabriel Schäfer (SG Klingenmünster(Göcklingen/Eschbach), Luis Pflüger (SV Olympia Rheinzabern), Julian Stürz (SV Minfeld)