Lokalsport Südpfalz Harte Kost mit Kastellaun
«OFFENBACH.» „Harte Kost“, sagte Offenbachs Trainer Michael Übel nach dem 34:29 (14:11)-Sieg seiner Mannschaft gestern Abend in der Handball-Oberliga gegen die HSG Kastellaun/Simmern. Die HSG machte den Hausherren mit ihrem langsamen Angriffsspiel zu schaffen.
Nach zehn Minuten flimmerte ein 3:3 auf der Anzeigetafel. Der TVO mühte sich im Angriff, die Gäste versuchten mit einer 5-1-Deckung – Abelaziz Helaoui gab den Störenfried auf der vorgezogenen Position – ihm das Leben schwer zu machen. Oft machten es sich die Hausherren aber selbst schwer. In der Abwehr hatte man Probleme mit Nikola Popovic, er traf zum 3:4 (11.). Stark sieben Minuten später das 5:7 durch Kastellauns Rechtsaußen Patrick Hess, der bei Zeitspiel aus dem Rückraum traf. Danach kam der TVO besser in Schwung. Er ging beim 8:7 in der 23. Minute erstmals in Führung. Peter Steuer traf per Schlagwurf aus dem Rückraum. In der Folge gelang es dem TVO mehr und mehr, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Das 12:10 (28.) war die erste Zwei-Tore-Führung der Südpfälzer. Sebastian Mohra traf durch eines der seltenen Kontertore im ersten Durchgang. Mit 14:11 ging es in die Kabinen, Helaoui traf quasi mit der Halbzeitsirene mit einem verdeckten Wurf aus der hinteren Reihe. „Die erste Halbzeit waren wir auf Augenhöhe, hatten eigentlich selten ganz klare Chancen“, bewertete Übel nach dem Spiel die ersten 30 Minuten. HSG-Spielertrainer Dejan Dobardzijev, der mit seinem Trikot für eine mehrminütige Unterbrechung sorgte, weil dieses keine Spielernummer hatte und weißes Tape auf dem weißen Stoff nicht zu erkennen war, war mit der ersten Hälfte zufrieden: „20, 25 Minuten haben wir gut gespielt, dann hatten wir wie jede Woche das Problem, dass wir keine breite Bank haben.“ Und tatsächlich schien den Gästen im zweiten Durchgang die Puste auszugehen. „Da hatten wir konditionelle Vorteile“, sagte Übel. Sein Team zog auf 16:11 (32.) und 21:16 (39.) davon, ehe die HSG wieder Fuß fassen konnte und auf 23:20 (45., Hüftwurf Popovic) verkürzte. Nun spielte auch Glück eine große Rolle in der Partie. Hess traf im Nachwurf nach Tempogegenstoß, Helaouis freier Wurf landete noch am linken Pfosten. Es war das 24:23 (49.), das Spiel war erneut offen. Knackpunkt dann die Szene vor dem 29:26 (55.): „Da hatten wir die Chance, ich habe den Ball eigentlich in der Abwehr schon ...“, haderte Dobardzijev. Sebastian Mohra schaltete in einer unübersichtlichen Situation am schnellsten und staubte aus sieben Metern ab. Den Rest erledigte der TVO konzentriert, Lukas Kleins Treffer zum 32:27 (56.) stellte die Weichen auf Sieg. „Respekt an Offenbach, die haben das dann gut gemacht“, so der Gästetrainer. „Nachdem Kastellaun in der Abwehr noch mal umgestellt hat, haben wir auch unsere einfachen Tore erzielt“, sagte Übel. Am Ende ein hart erkämpfter Sieg für den nun Tabellendritten der Handball-Oberliga. So spielten sie TV Offenbach: Dentzer (Müller) - Sebastian Mohra (6), Klein (11/1), Steuer (6) - Gläßgen, Kunz - Graap (5) - Busch, Daum, Philipp Mohra (5), Pfalzer (1), Gensheimer HSG Kastellaun: Korbion (Lahm) - Popovic (5), Helaoui (3), Zigelis (12/5) - Hess (7), Süngü (1) - Kulovic - Röckendorf (1), Walb, Dobardzijev, Wendling Spielfilm: 1:3 (7.), 5:7 (18.), 8:7 (23.), 12:10 (28.), 14:11 (Hz.), 16:11 (32.), 21:16 (39.), 24:23 (49.), 28:26 (53.), 34:29 (Ende) - Zeitstrafen: 1:4 - Siebenmeter: 1/1 - 5/6 - Beste Spieler: Klein, Steuer, Graap – Zigelis, Helaoui – Zuschauer: 240 – Schiedsrichter: Wagner/Romeo (Dudweiler-Fischbach)