Lokalsport Südpfalz Gute Vorbereitung mit tollem Plan

«FREIMERSHEIM.» Einen neuen Anlauf ins Fußballjahr 2018 nimmt die FSV Freimersheim am Sonntag um 15 Uhr. Beim Gegner TSV Fortuna Billigheim-Ingenheim beginnt die Abschiedstour von Spielertrainer Steffen Zoller.
Einer seiner Vorgänger ist Patrick Weller. Der 35-Jährige coachte die Fortunen von 2010 bis 2014 und ist heute ihr Abwehrchef. Er war überrascht, als er von der Entscheidung erfuhr, im Sommer Jens Bodemer zu engagieren: „Ich bin mit Steffen Zoller sehr gut ausgekommen. Er hatte eine klare Linie, was ich auch schon aus dem höherklassigen Fußball kannte.“ Als Spieler habe er die Entscheidung des Vereins so zu akzeptieren. Dass der Verein in Zoller nicht nur einen Trainer, sondern auch einen Leistungsträger verliert und mit Sven Kollenda (nach Kandel) gleich noch den nächsten, seien keine Zeichen von Auflösungserscheinungen. Er versteht Kollenda: „Ich wollte auch immer so lange wie möglich so hoch wie möglich Fußball spielen. Wenn sich diese Möglichkeit ergibt, soll man sie auch nutzen.“ Der Bankkaufmann lebt in Steinweiler, hat eine fünfjährige Tochter, gibt als zweites Hobby gutes bürgerliches Essen an und schielt noch in Richtung Aufstiegsplätze: „Wenn wir unser Nachholspiel gewinnen, haben wir nur vier Punkte Rückstand auf Platz eins und Ruchheim muss noch zu uns.“ Für eine realistische Chance müsse die Fortuna aber gut aus den Startlöchern kommen, was in Freimersheim nicht leicht werde. Die Pita-Elf sei gerade daheim sehr stark. Weller betont: „Wir hatten eine wirklich gute Vorbereitung mit einem tollen Plan. Es ist nichts ausgefallen. An der Fitness wird es nicht liegen.“ Bis auf Stürmer Markus Schneider sind wahrscheinlich alle Mann im Bus, wenn der am Sonntag nach Freimersheim rollt. Bei den Gastgebern ist nach der Absage des Nachholspiels gegen Maxdorf eine Frage noch immer offen: Wer steht im Tor? Nachdem Dominik Huppert in der Hinrunde die ersten Spiele verletzt ausgefallen war, wechselte er sich mit seinem Stellvertreter Florian Theobald ab. „Jetzt wird der Trainer sich nach dem Abschlusstraining entscheiden, wie er das in der Rückrunde handhabt“, sagt Huppert. Mit Theobald, den er schon aus einer gemeinsamen Vergangenheit beim SV Rülzheim kennt, verstehe er sich gut. Huppert (27) lebt in Ottersheim und arbeitet in Altdorf im Verkauf bei der Firma Feig. Auf dem Platz ist der aus der Rülzheimer Jugend stammende Keeper, der auch in Bellheim (ein Jahr in der Jugend) und Jockgrim den Kasten hütete, ein lautstarker Dirigent. Verbesserungsmöglichkeiten? „Überall, man kann sich immer in jedem Bereich steigern“, sagt er. Dass es ihm im Tor gegen die Billigheimer zu kalt werden könnte, glaubt der 1,83-Meter-Mann nicht: „Da werde ich gut zu tun bekommen, denn die sind spielerisch schon stark. Aber zu Hause muss man uns erst mal schlagen.“ Überhaupt mache die Bezirksliga mehr Spaß: „Die Geschwindigkeit der gegnerischen Offensive ist viel höher. Und diese Klasse ist so ausgeglichen, dass man nur gewinnt, wenn jeder auch 120 Prozent gibt.“ Mit dem Verein ist Huppert in Gesprächen bezüglich einer Vertragsverlängerung. Er spricht davon, dass „wir“, dass die FSV sicher in der Lage sei, die Abgänge von Torjäger Denis Thomas und Mittelfeldspieler Manuel Morio im Sommer über das Kollektiv zu kompensieren. Das Kollektiv soll am Sonntag gegen individuell stärkere Billigheimer etwas einholen. Außerdem spielen: VfB Haßloch - VTG Queichhambach (Sa, 17 Uhr), FC Lustadt - SV Ruchheim, SV Büchelberg - SV Freinsheim (beide So, 15 Uhr).