Lokalsport Südpfalz Grenzen und Stärken

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STEINFELD/BILLIGHEIM. Mit dem Auswärtsspiel beim souveränen Tabellenführer DJK Phönix Schifferstadt (heute, 19.30 Uhr) setzt die SG Steinfeld/Schweighofen/Kapsweyer ihre Mission Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga fort. Bessere Chancen auf Zählbares hat die Fortuna aus Billigheim-Ingenheim am Donnerstag zu Hause gegen RW Seebach (19.30 Uhr). Sie kann Steinfeld Schützenhilfe geben.

Maximilian Degen, nach Verletzungspause daran, konditionell auf das alte Niveau zu kommen, verspricht zu helfen: „Aber wir schauen nicht auf Steinfeld, wir wollen einfach gewinnen, um am Ende noch Platz drei in der Tabelle zu schaffen.“ Der 20-jährige Sohn des Vereinsvorsitzenden Markus Degen muss sich zurückkämpfen in die erste Elf. Auf der Rechtsverteidiger-Position hat sein Kumpel Marc Stengel derzeit die Nase vorne. „Aber der kann auch offensiver spielen. Ich muss ihn nicht unbedingt aus der Startelf drängen“, sagt Degen. Er selbst komme nicht wirklich für den offensiven Teil der Außenbahn infrage: „Defensiv liegen meine Stärken, ich gebe immer alles, bin ein Kämpfer.“ Bis auf ein Jahr bei den Verbandsliga-B-Junioren des FSV Offenbach hat Degen bisher nur das Billigheimer Trikot getragen. Dass er noch einmal ein anderes Leibchen tragen werde, sei unwahrscheinlich: „Für höherklassige Angebote reicht mein Potenzial eher nicht. Der Sprung in die B-Jugend-Verbandsliga war schon enorm, ich habe dort mein Limit gespürt.“ Die Bezirksliga sieht er auf einem ähnlichen Leistungsniveau, wenngleich dort „natürlich viel körperlicher und auch schneller sowie aggressiver gespielt wird“. Gelegentlich muss sich der Vorstandssohn mal einen Spruch der Mannschaftskollegen anhören. Ansonsten sei er ein ganz normaler Teil der Mannschaft, versichert der „recht offene Typ“, den man auch gerne mal zu anderen Ballspielen überreden kann, wenn er nicht auf dem Fußballplatz steht – zu einem Volleyballmatch im Schwimmbad beispielsweise. Gerade hat Maximilian Degen, den alle eigentlich nur Max rufen und der sich auch so am Telefon meldet, sein Abitur gemacht. Im November soll der Start ins Berufsleben folgen. Als Physiotherapeut in Ludwigshafen, eventuell verbunden mit einem Umzug in die Wohngemeinschaft zweier Freunde. Die Frage, ob er dann schon mit der Fortuna ernsthaft an die Tür zur Landesliga anklopfen kann, lässt er offen: „Das hängt wohl davon ab, ob wir einen guten Start in die kommende Runde schaffen.“ Nach zwei Jahren, in denen Billigheim-Ingenheim tabellarisch ganz oben mitspielte, wäre das doch mal an der Zeit. Gegenwart ist das Duell mit Seebach: „Im Hinspiel waren wir richtig schlecht“, erinnert sich Degen: „Nach der 0:3-Niederlage haben wir in jedem Fall etwas gutzumachen.“ Im Hinspiel unterlag die SG Steinfeld/Schweighofen/Kapsweyer am 14. September den Schifferstadtern mit 0:2. Ein Ergebnis, mit dem man sich – rückblickend – durchaus achtbar aus der Affäre zog. Nach der enttäuschenden 0:2-Pleite am Wochenende gegen Seebach, die den Aufwärtstrend stoppte, kann die Elf des im Sommer ausscheidenden Spielertrainers Thierry Juncker zwar vor Ostern nicht mehr auf einen Abstiegsrang abrutschen; dennoch wäre ein Punktgewinn Gold wert, um den Puffer vor Verfolger Ruchheim von derzeit nur zwei Zählern weiter zu vergrößern.

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