Voltigieren RHEINPFALZ Plus Artikel Gelungener Einstieg in Leipzig

Hannah Steverding zeigte beim Weltcup-Finale in Leipzig zum ersten Mal ihr neues Technikprogramm auf Royal Flash.
Hannah Steverding zeigte beim Weltcup-Finale in Leipzig zum ersten Mal ihr neues Technikprogramm auf Royal Flash.

Platz drei für Chiara Congia und Justin van Gerven im Weltcup-Finale der Voltigierer in Leipzig im Pas de Deux und Platz vier im Damen-Einzel für Hannah Steverding: Das ist die gute Bilanz der südpfälzischen Pferdeturnerinnen beim Saisonauftakt.

Ein Finale als Saisoneinstieg, das ist ungewöhnlich. Es ist den Nachwehen der Corona-Pandemie geschuldet, die das Voltigieren als Wettkampfsport ein Jahr lang auf Eis gelegt hatte und 2021 nur ein komprimiertes Programm zuließ. Für die Offenbacherin Chiara Congia und die Herxheimerin Hannah Steverding war das eine Herausforderung in der großen Messehalle in Leipzig, die sie souverän meisterten.

„Die Atmosphäre ist mega, die Ränge sind recht voll, das hat sehr viel Spaß gemacht“, sagte Congia nach dem ersten Umlauf des Doppels mit ihrem Partner Justin van Gerven, den sie auf Rang zwei beendeten. Obwohl ihr Pferd Calidor, das ansonsten die Gruppe des Voltigiervereins Köln-Dünnwald trägt, in der ungewohnten Atmosphäre der Leipziger Messehalle arg angespannt war, zogen sie ihr Programm durch. „Es war wegen der Anspannung von Calli nicht ganz leicht“, sagte die Psychologiestudentin.

Mit neuer Kür in Belgien

Janika Derks und Johannes Kay gewannen das Turnier. Congia/van Gerven konnten am Samstag den zweiten Platz nicht verteidigen, verliehen Calidor aber das Maß an Sicherheit, das es bedurfte, um eine schöne Runde zu zeigen. Mit Platz drei gelangen Congia und ihrem Partner ein guter Einstieg in die Saison. In zwei Wochen geht es für sie in Belgien mit neuem Kür-Programm im Doppel und im Kölner Team Norka weiter.

Eine Woche später, Ende April, steht für Hannah Steverding der nächste Wettkampf im niederländischen Ermelo an. „Ich kann mit einem guten Gefühl nach Ermelo fahren“, sagte sie angesichts ihres neuen Technikprogramms, das sie am Freitag erstmals zeigte.

„Ein paar Wackler“

In der Kür zum 2021er-Thema Mulan waren „ein paar Wackler, ich hätte das schon gerne sauber gezeigt“, bemerkte die Sportsoldatin. Nach überstandener Fußverletzung konnte sie mit ihrer Leistung zufrieden sein. Das sah auch ihre Trainerin und Longenführerin Sophie Kuhn so. „In der Summe sind wir sehr zufrieden. Vor allem in neuen Technikprogramm kamen wir gut durch“, sagte sie.

Die Kür mussten die beiden angesichts der zurückliegenden Fußverletzung etwas umstellen. „Man hat gemerkt, dass das kein eingespieltes Programm für uns war“, sagte Kuhn. „Die mega Atmosphäre in der Halle, das hat riesig Spaß gemacht. Und Flash ist der Beste“, ergänzte sie.

Mulan ist ein Film von 2020, der auf der chinesischen Volksballade Hua Mulan basiert und eine Adaption des gleichnamigen Disney-Zeichentrickfilms von 1998 ist.

Erneut erwies sich Royal Flash als Fels in der Brandung, galoppierte ruhig und ließ sich vom ungewöhnlichen Licht und der großen Kulisse in der Messehalle nicht beeindrucken.

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