Motorsport RHEINPFALZ Plus Artikel Finale der U19-Speedway-EM in Herxheim

Ben Iken ist der deutsche Starter.
Ben Iken ist der deutsche Starter.

Das Finale der Speedway U19-Europameisterschaft am 3. Oktober in Herxheim steht an. Aus zwei Halbfinals in Güstrow und Pilsen haben sich 15 international ambitionierte Fahrer qualifiziert, die packenden Speedwaysport versprechen. Den 16. Startplatz im Hauptfeld hat der 19-jährige Ben Iken erhalten.

Iken ist der Qualifikation für das Finale am nächsten gekommen ist. Beim Halbfinale in Güstrow scheiterte er mit Platz zwei im Stechen um den achten Platz. Er, der aus Marienhafe stammt und nicht einmal 20 Kilometer von der Nordsee entfernt wohnt, fährt seit seinem zehnten Lebensjahr Speedway. Er hat den Weg in die Kader der deutschen U19-, U21- und U23-Nationalmannschaften geschafft und durfte in diesem Jahr Einsätze in verschiedenen internationalen Prädikaten hinter sich bringen. „Ich war schon bei ein paar Highlights dabei wie der U19-Paar-EM, der U23-Team- EM-Qualifikation und der deutschen Meisterschaft“, berichtet der 19-Jährige von seinen Einsätzen. „Aber bei einem EM-Finale dabei zu sein, ist da schon sehr weit oben anzusiedeln.“ Das DM-Finale endete für den Ostfriesen auf dem elften Platz.

Auf den Spuren von Egon Müller

Wesentlich kürzer ist für Ben Iken der Weg zum Motodrom Halbemond in Norden, einem reinen Speedwaystadion mit 34.000 Plätzen, wo 1983 der legendäre Egon Müller als einziger Deutscher Speedway-Weltmeister wurde. Auf der legendären Bahn trainiert Iken seit seinen ersten Tagen regelmäßig unter den Fittichen des bekannten Speedway-Trainers Meik Lüders, zu dem auch schon die beiden Südpfälzer Talente Tim Widera aus Insheim und Tim Arnold aus Kuhardt gefahren sind. „Als ich zu meiner Schulzeit nachmittags noch viel Zeit hatte, war ich immer zum Training bei Meik“, schildert Ben. „Seit letztem Jahr ist Meik auch bei den Rennen immer an meiner Seite, seit ich in der 500er-Klasse fahre.“

Polen stellt den Titelverteidiger

Auf die Erfahrung seines Trainers wird Ben Iken, der am Donnerstag mit der Nummer 10 ins Rennen gehen wird, auch in Herxheim bauen. Der 19-jährige erwartet ein noch härteres Rennen als in seinem Halbfinale in Güstrow. „Das wird noch mal doppelt so hart. Das ganze Feld ist auf einem extrem hohen Level, und auch wenn das die U19 ist, sind da einige richtig erfahrene Jungs dabei. Ich gehe da völlig ohne Erwartung und ohne Druck ran und lasse das Ganze auf mich zukommen.“

Polen stellt fünf Starter. darunter Titelverteidiger Wiktor Przyjemski. Vier Piloten kommen aus Dänemark. Training ab 11 Uhr, Rennbeginn um 14 Uhr. Eintrittspreise: 15 Euro für Erwachsene, acht Euro für Jugendliche. Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt.

Das Starterfeld

1 Bastian Pedersen (DK)
2 Kacper Halkiewicz (PL)
3 Mikkel Andersen (DK)
4 Adam Bubba Bednar (CZ)
5 Villads Nagel (DK)
6 Luke Harrison (GB)
7 Luke Killeen (GB)
8 William Drejer (DK)
9 Bartosz Banbor (PL)
10 Ben Iken (D)
11 Sammy van Dyck (S)
12 Matous Kamenik (CZ)
13 Oskar Paluch (PL)
14 Nazar Parnitskyi (UKR)
15 Pawel Trzesniewski (PL)
16 Wiktor Przyjemski (PL)

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