Lokalsport Südpfalz FC Bienwald heiß, Viktoria brennt

Herxheim gegen Kandel in der Landesliga (4:2): Mert Murat Cetinkaya (links) und Gabriel-Virgil Florea greifen den Herxheimer Mar
Herxheim gegen Kandel in der Landesliga (4:2): Mert Murat Cetinkaya (links) und Gabriel-Virgil Florea greifen den Herxheimer Marcel Hadrosek an.

«KANDEL/OFFENBACH.» Auf vier Plätzen in der Südpfalz geht es heute im Fußball-Verbandspokal rund. Die Drittrundenspiele:

FC Bienwald Kandel - SV Viktoria Herxheim (19 Uhr)

Kandel ist heiß auf das Spiel. „Mit einem Sieg wollen wir uns Vertrauen holen für die nächsten Aufgaben in der Meisterschaft“, so FCB-Sportdirektor Michael Pahle. Zudem will er Revanche für die 2:4-Niederlage vom zweiten Spieltag. Diese Partie sieht er als Spiegelbild des bisherigen Saisonverlaufs. Er sagt: „Wir waren bisher nie die schlechtere Mannschaft. Vor dem gegnerischen Tor vergaben wir gute Chancen, hinten fallen Tore durch Standards oder individuelle Fehler.“ Am Sonntag bei der 1:2-Niederlage in Grünstadt hatte Leo Osmanovic die größte Tormöglichkeit, sein Kopfball aus kurzer Distanz ging an den Pfosten. Yannick Kindler wurde in der 70. Minute eingewechselt, der erste Einsatz des Innenverteidigers nach seinem Kreuzbandriss. David Wagner und Benedikt Brück fallen weiter aus, Christian Heil fehlt aus beruflichen Gründen. Stürmer Noah Beierle bekam nach seinem Daumenbruch gestern den Gips entfernt, für einen Kurzeinsatz könnte es reichen. Torhüter Pascal Böllinger hat sich gezerrt, sein Einsatz ist fraglich. Die Viktoria gilt als Angstgegner der Bienwaldstädter, in den letzten neun Aufeinandertreffen blieben sie sieglos. Der letzte Sieg gelang am 27. November 2011: Beim 2:1 trafen Marc Staiger und Nico Martz beim Gegentreffer von Steffen Zoller. 17 Tage ist es her, dass die Viktoria das Derby in der Landesliga mit 4:2 gewann. Viktoria-Coach Christian Slatnek sieht keinen Favoriten: „Wir wissen ganz genau, was uns in Kandel erwartet, und müssen uns bewusst sein, dass wird hundert Prozent unserer Leistung abrufen müssen, um die nächste Runde zu erreichen.“ Die Mannschaft brenne auf das Spiel und wolle unbedingt weiterkommen. Im Vergleich zum Aufgebot beim 5:2-Erfolg über den Ludwigshafener SC wird Julian Hahn nach seinem Kurzurlaub wieder dabei sein. Zurück ist Mihai Petrescu und eventuell auch Raphael Hahn. TSG Jockgrim - SV Rülzheim (19 Uhr) Beim 0:2 in Oppau hatte Bezirksligist Jockgrim nicht seinen besten Tag: „Wir haben es versäumt, die Tore zu machen, die der Gegner dann zu den für ihn günstigen Zeitpunkten geschossen hat“, sagt TSG-Trainer Daniel Ochsenreither. Er hofft, dass heute der Tag ist, an dem Jockgrim „das eine von fünf“ fiktiven Spielen gegen Rülzheim gewinnt. Um dann das Los 1. FC Kaiserslautern zu ziehen? „Das macht es zusätzlich noch einmal spannend“, sagt Ochsenreither. Gelost wird nächste Woche in der Halbzeit beim Spiel Dudenhofen gegen Zeiskam. Aber Ochsenreither denkt noch eher im Hier und Jetzt: „Rülzheim ist ein starker Gegner, bei dem wir vor allem die Kreise von Carsten Lutz einengen müssen. Wenn sich uns eine Chance bietet, wollen wir die auch nutzen und werden daher nichts Neues ausprobieren.“ Er hofft, dass Matthias Daemrich von seiner Spätschicht freigestellt wird. Benjamin Hörner, einer der Ex-Rülzheimer im Kader, ist angeschlagen. Auf der Gegenseite spielt mit Jesko Pfister einer, der nach drei Jahren in Jockgrim zurück zu den Lilanen gewechselt ist: „Nachdem meine Abendschule vorbei ist, wollte ich die Herausforderung annehmen“, begründet er. Etwas überraschend hat er sich in der Rülzheimer Landesliga-Elf zunächst einen Stammplatz erkämpft: „Ich wusste um die Konkurrenz, aber es läuft momentan optimal für mich und daran hat die Mannschaft auch ihren Anteil, die mich trägt“, sagt der 24-jährige Jockgrimer, der „beim Daimler“ in Gleitzeit arbeitet und im rechten oder linken offensiven Mittelfeld zu Hause ist. In Jockgrim habe er Freunde. Nico Pfrengle, aber auch Valentin Reiss und Lukas Deutsch, mit denen er schon in der Jugend kickte. In Rülzheim hätten seine Mitspieler noch einmal eine ganz andere Qualität, schwärmt er. „Wir haben eine super Truppe. Kadir Yalcin ist ein starker Rückhalt im Tor, dazu unsere erfahrenen Sechser. Und die Stationen von Spielertrainer Patrick Brechtel sprechen ja für sich. Das ist überragend“, schwärmt Pfister. Auch von seinem Ex-Team, das sich im Sommer verändert hat, ist er angetan: „Ich habe sie gegen Knittelsheim gesehen. Sie stehen hinten sehr stabil und schalten blitzschnell um. Das wird ein interessantes Spiel, bei dem wir das Maximum herausholen müssen.“ FSV Offenbach - FC Speyer 09 (19.30 Uhr) Der gastgebende Landesligist ist gegen den von Ralf Gimmy trainierten Verbandsligisten Außenseiter, will aber Wiedergutmachung für die überraschende Ligapleite gegen Geinsheim betreiben. Weil Luca Felix Felix nach seinem Platzverweis für zwei Spiele gesperrt wurde, ist die Position des Rechtsverteidigers vakant. Pascal Radetzky, der auch wegen Rückenproblemen den Kampf um die Nummer 1 gegen Dennis Mandery zunächst verloren hat, darf sich im Pokal einmal mehr beweisen. „Wird er ganz fit, sehe ich ein absolut offenes Rennen in Zukunft“, so Coach Daniel Jahnke, der Speyer „vor Probleme stellen und eine Runde weiterkommen“ will. TSV Fortuna Billigheim-Ingenheim - ASV Fußgönheim (19.45 Uhr) „Wir nehmen es, wie es kommt, ein Wunschlos war ohnehin nicht mehr im Topf“, sagt TSV-Trainer Jens Bodemer zur Partie gegen den Verbandsligisten . Er will keine Experimente wagen, nur wenig umstellen und hofft, dass er mit seinem breit aufgestellten Bezirksliga-Kader vielleicht eine Überraschung schaffen kann: „Wir werden nichts herschenken, aber der ASV hat sehr starke Einzelspieler“, so Bodemer.

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