Lokalsport Südpfalz Ein 3:0 „gegriffen“

Raphael Hahn kommt nicht an den Ball, die Offenbacher Dennis Mandery, Daniel Evrard und Jakob Born sind zur Stelle.
Raphael Hahn kommt nicht an den Ball, die Offenbacher Dennis Mandery, Daniel Evrard und Jakob Born sind zur Stelle.

«HERXHEIM.» „Ich denke, wir haben heute die Aufgabe souverän gemeistert. Wir waren gegen den Ball wieder extrem griffig“, sagte Christian Slatnek, Trainer des SV Viktoria Herxheim, nach dem 3:0 in der Fußball-Landesliga gegen den FSV Offenbach.

Die Ausgangspositionen am Freitagabend: Nach den beiden Niederlagen in Serie ging es für die Viktoria bei der „Heimspiel-Premiere“ im neuen Jahr auf dem Naturrasen darum, wieder in die Spur zu finden und drei Punkte im Kampf um die Spitzenplätze einzufahren. Der FSV wollte mit etwas Zählbarem den Anschluss an das gesicherte Mittelfeld nicht verpassen. Davon war während der 90 Minuten allerdings nicht allzu viel zu spüren. Nur für kurze Phasen baute der FSV Druck auf, vorne fehlte die Durchschlagskraft. Daran änderte sich auch nach den Einwechslungen wenig. Slatnek zeigte sich nach der Partie zumindest mit dem Resultat zufrieden. Er musste einräumen, dass es bei der Viktoria in spielerischer Hinsicht Luft nach oben gibt. Die spielerischen Elemente seien aber auch nicht das primäre Ziel im Spiel gegen Offenbach gewesen. Slatnek meinte damit wohl, dass seine Schützlinge es bei nicht wenigen vielversprechenden Angriffen am nötigen Timing fehlen ließen. Slatneks Pendant Daniel Jahnke war mit der Leistung seiner Mannschaft - was den ersten Spielabschnitt angeht - zufrieden. Das dumme Tor kurz vor der Pause und vor allem das 2:0 hätten ihre Wirkung nicht verfehlt. Jahnke vermisste bei seinem Team, dass es zu wenig Torgefahr versprühte. Die Partie begann, wie man es erwarten durfte. Die 550 zahlenden Zuschauer sahen eine Viktoria, die das Geschehen auf dem grünen Rasen vor allem im Mittelfeld bestimmte. Die erste Möglichkeit der Platzherren hatte Julian Hahn mit einem 35-Meter-Freistoß in der 5. Minute, wenig später rutschte sein Bruder Raphael nach einer Flanke von Ismael Imre knapp am Leder vorbei. Im Mittelfeld zog Marcel Meinzer nach seiner Verletzungspause gegen seine früheren Teamkollegen die Fäden. Offenbach musste sich vor allem Mitte der ersten Hälfte in der alles in allem zerfahrenen Partie meist mit Defensivaufgaben befassen. Der Partie fehlte die Spannung. Dann die 42. Minute: Der quirlige Ismael Imre setzt sich wunderbar durch, passt zurück an die 16er-Kante, von wo Julian Hahn unhaltbar für Dennis Mandery einschiebt. Es dauerte bis zur 79. Minute, ehe aus Sicht der Platzherren das „erlösende“ 2:0 fiel. Steven Knoblauch, der eine Minute zuvor eingewechselt worden war, gab bei seinem ersten Ballkontakt Torjäger Marcel Hadrosek die Vorlage, der sich mit seinem 17. Saisontreffer bedankte. Und Knoblauch war es auch, der in der 85. Minute den Pass auf den ebenfalls eingewechselten Nicolas Fink spielte, der das Leder zum 3:0 in die Maschen setzte. So spielten sie Viktoria Herxheim: Stengel – Kamara, Keller, Bayer, Cenusa, Petrescu (86. Moch), Meinzer (68.Fink), Hadrosek, Raphael Hahn, Julian Hahn, Imre (78. Knoblauch) - FSV Offenbach: Mandery – Inser, Born, Hayes, Mittenbühler (46. Luccchese), Rudy, Stamer, Lechnauer, Keakavocy (54. Mellein), Evrard, Felix (64. Brauch)

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