Lokalsport Südpfalz Die zweite Kaderschmiede

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KNITTELSHEIM. Durch einen 2:0 (0:0)-Heimsieg gegen die JSG Römerberg sicherten sich die A-Junioren des TuS Knittelsheim die Vizemeisterschaft der Kreisliga Vorderpfalz. Die Tore erzielten Fabian Schulz (47.) und Yannick Schöpp (65.). Damit steigen die Schwarz-Gelben gemeinsam mit dem ungeschlagenen Meister FC Arminia Ludwigshafen in die Landesliga auf.

Möglich machte dies ein furioser Endspurt: Nach drei Niederlagen beendete das Team um Kapitän Daniel Schenfeld die Vorrunde nur als Tabellenfünfter, doch in der Rückrunde gab es in zwölf Partien lediglich ein Remis, das 3:3 beim Klassenprimus. Als Trainer der erfolgreichsten Rückrundenmannschaft fungieren Franz Braband und TuS-Präsident Thomas Richter. Dessen Sohn Florian ist noch für die B-Jugend spielberechtigt. Er wurde in der Rückserie „nach oben“ abgestellt und hatte mit 16 Saisontreffern großen Anteil am Aufstieg. Besonders gefreut hat sich Sören Brödel. Er erlitt in einem Vorbereitungsspiel in Rheinzabern einen Leberriss, kämpfte sich aber zurück und gilt als Führungsspieler. Der Bellheimer absolviert eine Ausbildung als Werkzeugmechaniker und spielt seit drei Jahren beim TuS. Auf seiner angestammten Position im rechten Mittelfeld zeichnet er sich durch Cleverness, ausgefeilte Technik und ein gutes Auge für seine Mitspieler aus. Die Unterstützung der Fans war überwältigend. Zum Saisonfinale kamen 270 Zuschauer in den Sportpark an der Ottostraße. Neun Spieler verlassen die A-Jugend nun altersbedingt. Der Verein nimmt erstmals in der Vereinsgeschichte mit drei aktiven Mannschaften am Spielbetrieb teil. „Der Aufstieg war für das Gesamtgefüge wichtig. So können wir den hochrückenden B-Jugendlichen eine vernünftige sportliche Perspektive im Verein anbieten“, sagt Jugendleiter Patrick Richter. Er trainierte in der abgelaufenen Saison die B-Junioren, von denen 28 Spieler zur A-Jugend stoßen. Seine Jungs errangen ebenfalls die Vizemeisterschaft, eine Klasse höher in der Landesliga. Doch im Gegensatz zu den A-Junioren wird wahrscheinlich auf das Aufstiegsrecht verzichtet. „Wir haben den Eltern unser Konzept vorgestellt. In der Verbandsliga sind fast durchweg Teams aus dem Mainzer Raum, dies wäre eine enorme logistische Herausforderung“, so Richter. Die 1100-Seelengemeinde zwischen Landau und Germersheim hat sich neben Offenbach als zweite Kaderschmiede des südpfälzischen Jugendfußballs etabliert. In der kommenden Spielzeit nehmen 180 Nachwuchskicker in elf Jugendmannschaften am Spielbetrieb teil. Als einziger Verein im Fußballkreis hat der TuS zwei Mannschaften in der A- und B-Jugend. Statistik Gesamtbilanz: 17 Siege - 4 Unentschieden - 3 Niederlagen, 84:40 Tore, 55 Punkte Hinrundenbilanz: 6 - 3 - 3, 35:20 Tore, 21 Punkte Rückrundenbilanz: 11 - 1 - 0, 49:14 Tore, 34 Punkte Heimbilanz: 10 - 1 - 1, 46:15 Tore, 31 Punkte Auswärtsbilanz: 7 - 3 - 2, 38:25 Tore, 24 Punkte Torschützen: Florian Richter (16); Yannick Schöpp (12); Fabian Schulz (9), Sascha Gumbrecht, Jonas Neff, Daniel Schenfeld und Jannis Sinn (alle 5); Sören Brödel und Jens Schliehe (beide 4); Leon Helf (3); Nicolas Heckmann, Lukas Schmitt, Erblin Smakic, Leon Spielmann (alle 2); Felix Engel, Vitor Meskhi, Noah gröber und Christos Theodoridis (alle 1). |kebe

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