Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Der sechste Sieg des TV Offenbach

Sebastian Mohra vor einem seiner fünf Tore.
Sebastian Mohra vor einem seiner fünf Tore.

Auch gegen die HSG Kastellaun/Simmern können die Oberliga-Handballer des TV Offenbach gewinnen. Sie machen am Samstagabend schon bis zur Halbzeit alles klar und siegen 33:20 (17:10). Der sechste Erfolg.

Die HSG Kastellaun/Simmern brachte den TVO beim letzten Aufeinandertreffen vor zwei Jahren in der Queichtalhalle noch gehörig ins Schwitzen. Da musste dieser einen Sechs-Tore-Rückstand zur Halbzeit drehen. Dieses Mal kamen die Gäste nie auf einen grünen Zweig. Nach dem 6:4 (11. Minute) entwickelte sich ein zähes, aber einseitiges Spiel. In den nächsten acht Minuten und 45 Sekunden fielen magere drei Treffer, der TVO setzte sich auf 9:4 ab (19.).

Dabei wirkte das HSG-Tor zeitweise wie vernagelt: In der zwölften Minute scheiterte der TVO gleich dreimal in Folge innerhalb eines Angriffs an sich selbst: Lukas Klein traf vom Kreis die Latte, Felix Kunz von Linksaußen den Pfosten. Der Abpraller landete wieder bei einem Offenbacher, Kunz vergab Sekunden später erneut. Eine Offenbacher Überzahlzahlphase endete 0:0. „Das war harte Kost heute“, sagte TVO-Trainer Michael Übel. „Wir wussten ja, dass Kastellaun lange Angriffe spielt. Da lag unsere höchste Priorität in der Abwehr, dass wir da keine Bälle hergeben.“

Tino Gläßgen auf und davon

Der Mann für schnelles Umschalten und entscheidende Tore in der ersten Hälfte war Offenbachs Rechtsaußen Tino Gläßgen, der acht Tore in 30 Minuten erzielte und sich noch drei Fehlwürfe leistete. Auch Kunz und später Maximilian Staats hatten viele Abschlüsse von außen. Selten versuchte es der TVO aus dem Rückraum über den Block, Philipp Mohra erzielte so sein einziges Tor (13:7, 25.) „Wir waren schon tendenziell eher auf den Kreis ausgelegt. Aber wenn die Außen so frei sind, müssen wir das auch so ausspielen“, sagte Übel.

Pfaffmann bekommt Pause

Das Halbzeitergebnis hätte höher ausfallen können. Auch zu Beginn der zweiten Hälfte zeigte sich der TVO nachlässig vor dem Tor. Waren es in Halbzeit eins noch fünf Alu-Treffer, zog HSG-Keeper Leon Kaltenmorgen den TVO-Angreifern im zweiten Durchgang so manchen Zahn. Er war zur zweiten Hälfte ins Tor gekommen, erntete danach Lob von seinem Trainer Georg Wetstein. Bei Offenbach erhielt Torwart Florian Pfaffmann eine Pause. Felix Müller spielte bis auf einen Siebenmeter durch, hielt zwölf Bälle und bekam sechs Würfe geblockt. Pfaffmann parierte seinen einzigen Strafwurf.

Gegen Ende plätscherte die Partie vor sich hin. Offenbach erzielte immer wieder einfache Tore mit ein und demselben Nachläufer-Spielzug. „Grottenschlecht. Wir haben völlig neben der Spur gespielt. Da fehlte Biss, Einsatz, alles“, sagte ein konsternierter Gäste-Trainer. „Bei den Tempogegenstößen laufen wir dann nicht zurück und geraten unter die Räder.“

Mit nun 12:0 Punkten geht’s am kommenden Samstag zum Drittplatzierten TV Homburg (10:2). Das nächste Spitzenspiel.

So spielten sie

TV Offenbach: Müller (Pfaffmann) – Niklas Klein, Lukas Klein (5/2), Philipp Mohra (1) – Gläßgen (8), Kunz (3/1) – Graap (2) – Kästel (4), Sebastian Mohra (5), Fuchs (1), Staats (3), Metz (1)

HSG Kastellaun/Simmern: Lahm (Leon Kaltenmorgen ab 31.) – Michael Kaltenmorgen (5/2), Maximilian Wetstein, Kötz (3) – Hassley, Hübner (5/3) – Zigelis (5) – Kraft (1), Niklas Wetstein, Hoff, Stelter (1), Seibel, Mallmann

Spielfilm: 4:1 (6. Minute), 9:4 (19.), 13:7 (25.) 17:10 (Halbzeit), 23:15 (44.), 30:18 (53.), 33:20 (Ende) - Zeitstrafen: 0:3 - Siebenmeter: 3/3 – 6/5 – Beste Spieler: Gläßgen, Sebastian Mohra – Zigelis – Zuschauer: 195 – Schiedsrichter: Bertram/Hahn (Kirn/Nieder-Olm)

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