Lokalsport Südpfalz Der Rechtsverteidiger
OFFENBACH. Man sieht es ihm nicht nicht an: Manfred Weck, Spielleiter des Fußball-Verbandsligisten TB Jahn Zeiskam, wird heute 70 Jahre alt. Der angesehene Sportsmann ist seit über 50 Jahren in unterschiedlichen Funktionen im regionalen Fußball tätig.
Weck hat wie wenige andere mehrere Fußballergenerationen geprägt. Der pensionierte Beamte wuchs in Zeiskam auf und arbeitete bei der Verbandsgemeinde Bellheim. Im Zwiebeldorf begann in den 1950er- Jahren seine Laufbahn. 1967 wechselte er zu Phönix Bellheim, wo er sechs Jahre als Rechtsverteidiger spielte. Dort feierte er auch seinen größten sportlichen Erfolg. Nach der Teilnahme an den Deutschen Amateurmeisterschaften 1969 war Weck 1971 Mitglied der Meistermannschaft. Die Mannschaft, mit Dieter Klaußner und Helmut Behr, stieg als Meister der 1. Amateurliga Südwest in die Regionalliga Südwest auf, damals zweithöchste deutsche Spielklasse. Bellheims Vereinschronist Manfred Schmid beschreibt Weck als „wendigen und fast unüberwindbaren Verteidiger mit einer glänzenden Spieleröffnung“. Nach dem Abstieg 1973 wechselte er nach Offenbach, wo er seit vielen Jahren wohnt. Beim FSV ist er seit 40 Jahren Mitglied. Dort verbrachte er auch die meiste Zeit seines Fußballerlebens, zwischenzeitlich auch als Trainer. SC Ramberg, SV Blau-Weiß Vorderweidenthal und FSV Steinweiler sind nur einige seiner Stationen. Vor rund einem Jahrzehnt war er regelmäßig als Zuschauer an der Sauheide bei den Heimspielen des Turnerbundes. Der damalige Präsident Roland Humbert und der heutige Vizepräsident konnten Weck für die Mitarbeit beim Jahn gewinnen. Seit dieser Zeit kümmert er sich um einen reibungslosen Ablauf des Spielbetriebs. Eine ernste Krankheit vor wenigen Jahren hat er mit den Eigenschaften überwunden, die ihn als Fußballer auszeichneten: positives Denken, Disziplin und eiserner Wille. „Er macht die Dinge korrekt und sehr gut, und er macht viele Dinge. Ich arbeite sehr gerne mit ihm zusammen“, sagt Jahn-Trainer Sahin Pita über den Jubilar. Steffen Hess, den Torhüter und Co-Trainer, erinnert er „immer an Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Am Spielfeldrand aufgeregt und emotional. Bei allen Tätigkeiten rund um den Spielbetrieb strahlt er eine absolut angenehme Ruhe aus.“ Weck sei der richtige Mann an der richtigen Stelle, meint Jahn-Ehrenpräsident Roland Humbert. Durch seine langjährige Tätigkeit als Trainer habe er einen enormen Erfahrungsschatz. |kebe