Lokalsport Südpfalz „Das spielen, was wir gelernt haben“
OFFENBACH/BELLHEIM. Die Handball-Pfalzliga geht in die neue Saison. Fünf Südpfälzer Teams sind gefordert. In der Spiegelbachhalle in Bellheim gibt es das erste Derby.
Der TV Offenbach hat am Sonntag um 18 Uhr den TV Thaleischweiler vor der Brust. Damit beginnt die neue Saison, wie die alte zu Ende ging. Im April konnte der TVO gegen die Gäste knapp mit 33:31 gewinnen. „Die Vorbereitung lief sehr gut, die Neuzugänge haben sich auch gut integriert“, berichtet Trainer Christoph Morio von harten Wochen schweißtreibender Arbeit. In den Testspielen überzeugte sein Team, siegte auch gegen klassenhöhere Mannschaften wie die VTV Mundenheim und die TSG Friesenheim II. Morio fehlen die verletzten Spieler Jan Greichgauer (Daumen) und Dominik Stark (Schulter) und Linkshänder Maximilian Daum (Auslandsaufenthalt). Bei der HSG Trifels hakte es an einigen Stellen in der Vorbereitung. Die Verletzungen von Neuzugang Lukas Gerstle (Kreuzbandriss) und Sebastian Doll bedeuten wohl für beide das vorzeitige Saisonende. Alexander und Elliot Igbinedion beginnen zu studieren und stehen nicht zur Verfügung. Mit der TG Waldsee kommt am Sonntag um 18 Uhr der Meister der vergangenen Saison in die Löwensteinhalle. „Wir erwarten ein schweres Spiel gegen Waldsee, konnten erst zwei Wochen mit dem Kader trainieren, mit dem wir in die Runde gehen“, so Dominik Scheid, einer der HSG-Torhüter. Scheid selbst wird am ersten Spieltag noch gesperrt fehlen. Der TSV Kuhardt wird heute um 20 Uhr beim TV Dahn antreten, der als Zweiter der Verbandsliga aufgestiegen ist. „Sie hatten letztes Jahr Probleme, sind schwer reingekommen, dann aber souverän aufgestiegen“, stellt Kuhardts Trainer Sándor Tenke den Gegner vor. Er erwartet einen ähnlich schnellen Handball, wie ihn Rodalben und Thaleischweiler spielen. Die eigene Mannschaft sieht er gut gewappnet: „Die Vorbereitung lief gut, aber vor der Saison ist alles immer ein bisschen unbewusst.“ Für das Spiel steht ihm sein kompletter Kader zur Verfügung. „Wir gehen in jedes Spiel, um zu gewinnen“, gibt Tenke die Marschroute für das Spiel beim Aufsteiger vor. Für die SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam und den TV Wörth steht am Sonntag um 18 Uhr das erste Derby in der Spiegelbachhalle in Bellheim an. „Bei uns hat sich einiges geändert, die Mannschaft aus dem letzten Jahr habe ich bei Weitem nicht mehr zusammen“, sagt Geiger. Patrick Sefrin (Knorpelschaden), Marc Seiberth, Dennis Steck (beide Schulterverletzung), Alexander Falter (muskuläre Probleme), Max Kullmer (Karriereende), Stephen Kramer (TVO II), Fabian Graap und Sebastian Mohra (beide TVO) sind in dieser Spielzeit keine Option. Die SG setzt daher auf den Nachwuchs. „Die jungen Spieler haben sich richtig gut entwickelt, das hat man auch in den Spielen gesehen.“ Dennoch wäre der Klassenerhalt ein Riesenerfolg, wie Geiger sagt. Eine Statistik macht Mut: Laut eigener Aussage hat Geiger noch kein Punktspiel gegen Wörths neuen Trainer Frank Schindler verloren. Schindler weiß nicht, ob es jemals die Konstellation gab. Er hat den TV Wörth übernommen, der in der vergangenen Saison punktgleich vor Absteiger Ruchheim den neunten Platz belegte. Mit der Vorbereitung ist Schindler „sehr zufrieden“. „Ich habe eine homogene Truppe zusammen und es macht viel Spaß, mit ihnen zu arbeiten“, sagt der Trainer. „Das Spiel gegen OBZ wird schwierig für uns, wir können nicht in Bestbesetzung antreten.“ Philipp Wesper zog sich vergangene Woche einen Bänderriss zu, fällt für das Spiel aus. „Wir werden alles geben und das spielen, was wir zuletzt gelernt haben“, so Schindler, der vor über zehn Jahren den TV Ottersheim trainierte. |meyd