Lokalsport Südpfalz Das Festzelt wackelt

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BORNHEIM (mame). Vielleicht war ihm die Stimmung nicht gut genug. Oder er hatte noch zu viel Kraft übrig. Wie auch immer: Steffen Hannes Greger vom RSC Kempten sorgte dafür, dass das Festzelt in Bornheim wackelte. Während seine Teamkollegen mit Schleifen und Blumen auf der Bühne für ihre Erfolge geehrt wurden, stahl er ihnen die Schau, machte an den Stangen des Festzeltes Klimmzug um Klimmzug.

Das brachte nicht nur seinen drittplatzierten Mannschaftskollegen Christopher Schmieg im Interview kurz aus dem Tritt, sondern belustigte auch die beiden Bornheimer Rekordausreißer Marcel Fischer und Jonas Schmeiser, der den großen Siegerkranz stemmen musste. In beeindruckender Manier hatten die beiden am Montagabend das Rest des Feldes fast über die gesamte Renndistanz vorgeführt (wir berichteten). Die beiden kennen sich ganz gut aus gemeinsamen Profizeiten – und schätzen sich, was zu spüren war. Vor allem Schmeiser genoss den Beifall des Publikums, nachdem er in Bornheim auch schon der große Buhmann gewesen war, 2012, als er im Zieleinlauf für einen Beinahe-Crash des Roschbachers Patrick Nuber gesorgt hatte. Schmeiser hatte da seine Fahrlinie verlassen. Gestern strahlte der in Österreich wohnende Allgäuer übers ganze Gesicht. Nach seinem Abschied aus dem Profilager hatte er ein wenig gebraucht, um wieder zu Stärke zu finden. Er feierte in Bornheim zu einem späten Zeitpunkt in der Saison seien ersten Saisonerfolg. „Wir haben uns als Team erst einmal finden müssen“, erklärten die Kemptener bei der Siegerehrung, weshalb sie immer stärker werden. In dem qualitativ und quantitativ gut besetzten Hauptrennen fuhr der Offenbacher Christoph Danner mit Platz 17 ein ordentliches Ergebnis ein. Er hatte im Gegensatz zu vielen anderen kein Problem mit dem hohen Tempo, das vorgelegt wurde. 44 Stundenkilometer im Mittel sind auf diesem engen und verwinkelten Kurs beachtenswert, was auch die Vertreter der Sponsoren sofort erkannten. Sie zollten den Sportlern höchsten Respekt. Auch im Vorrennen der C-Amateure und Junioren war das Tempo hoch. Dafür sorgten in erster Linie die Fahrer der kasachischen Nationalmannschaft, die der Offenbacher Vereinsvorsitzende Klaus Danner am Vortag in Pulheim zum Start in der Südpfalz überredet hatte. Am Ende dominierten die Asiaten das Rennen nach Belieben, fuhren zu dritt vor dem Feld und sicherten sich so ein herausragendes Mannschaftsergebnis mit den Plätzen eins, zwei, vier und acht. Bester Deutscher war ein Senior: Frank Erk (Ladenburg) als Dritter. Lukas Mild (Hofweier) war Stärkster der nationalen Junioren auf Platz fünf, bester „echter“ C-Amateur Paul Ehrhardt (Pirmasens) als Sechster, bester Südpfälzer im Wettbewerb war Rochus Henrich (RV Roschbach) als Neunter.

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