Lokalsport Südpfalz „Da tummeln sich ehemalige Mitspieler von mir“

WÖRTH (mame). Am heutigen Freitag steigt das nächste Südpfalz-Derby in der Fußball-Bezirksliga. Der TuS Schaidt empfängt um 19.30 Uhr den TSV Fortuna Billigheim-Ingenheim. Spannung verspricht die Konstellation: Schaidt hat zuletzt zwei Spiele verloren, ist aber immer noch Tabellendritter, Billigheim kam nach schwachem Start besser in die Gänge, ist Achter.
Die 1:2-Niederlage gegen Ligaprimus Oppau ist nicht als Rückschlag zu werten, schließlich begegnete die Fortuna dem Topteam auf Augenhöhe. „Wir waren nicht schlechter, hatten nur etwas weniger Glück“, sagt Billigheims Trainer Jürgen Apfel, der immer noch mit seinem kleinen Kader zu kämpfen hat. Viele Spieler sind angeschlagen. Maximilian Klein und Steffen Zoller fallen weiterhin verletzt aus, neu im Lazarett ist Marcel Thiede, der gegen Oppau nach fünf Minuten mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel vom Feld musste. „Bei weiteren Spielern entscheidet es sich wohl erst beim Aufwärmen, ob sie mitmachen können“, so Apfel. Er hofft, dass seine Mannschaft in Führung geht: „Dann stehen wir hinten stabil, der Gegner muss aufmachen und mit unserer Offensivabteilung sind wir dann richtig gut.“ Apfel weiß, dass angeschlagene Gegner besonders gefährlich sind: „Natürlich wollen die ihre Schwächephase beenden.“ Und er führt noch einen Vorteil für Schaidt ins Felde: „Wir spielen auf Kunstrasen. Das ist für uns ungewohnt.“ Ungewohnt war für Marco Weißgerber, den Trainer der Schaidter, zuletzt die Einstellung seiner Mannschaft: „Das war zu lethargisch, zu wenig Laufbereitschaft.“ Nun gelte es, den Hebel wieder umzulegen. Bis auf die Langzeitverletzten, die Weißgerber nicht als Alibi nehmen will, seien alle Spieler fit. „Zuletzt waren die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen zu groß. Da sahen wir uns viel zu vielen Eins-gegen-Eins-Situationen in der Defensive gegenüber“, bemängelt Weißgerber und fordert wieder die Rückkehr zur kompakten Mannschaft. Er stimmt seinem Kollegen zu, dass es gerade in diesem Spiel besonders wichtig ist, in Führung zu gehen: „Das kommt uns mit der starken Offensive auch entgegen. Und es ist mühsam, immer wieder einem Rückstand hinterherzulaufen. Man kann das nicht immer drehen.“ Noch wichtiger sei jedoch der Kopf, um endlich wieder die Qualität auf den Platz zu bringen, die er in seiner Mannschaft sieht. „Mit der momentanen Tabellensituation sind wir natürlich sehr zufrieden, jetzt wollen wir zeigen, dass wir wirklich so gut sind“, so Weißgerber. Dafür hat er viele Einzelgespräche geführt. Dass auch Billigheim nicht frei von Qualität ist, ist Weißgerber nicht entgangen: „Da tummeln sich ehemalige Mitspieler von mir. Gleich sechs haben Verbandsliga-Erfahrung. Von den Namen her gehören die zur Top-Fünf.“ Dennoch: Die Punkte sollen heute am Viehstrich bleiben.