Lokalsport Südpfalz Cup-Sieger gewinnt Halbmarathon
OFFENBACH. Rund 500 Läufer kamen am Sonntagmorgen in Offenbach zusammen, um bei herbstlichen Bedingungen den 47. Offenbacher Lauf in Angriff zu nehmen. Damit gehört er zu den ältesten Läufen in der Pfalz.
Bei diesen Temperaturen gibt es wohl angenehmere Dinge, als früh morgens die Laufschuhe zu schnüren und an seine Grenzen zu gehen. Dennoch zeigten die Läufer beim „Zehner“ und die Halbmarathonis gute Leistungen. Viele Teilnehmer nutzten den Lauf als Training und Standortbestimmung vor dem Frankfurt-Marathon am 30. Oktober. So auch der Sieger über die 21,1 Kilometer, Oliver Trauth vom TV Herxheim. Der 32-Jährige verfehlte um eine halbe Minute seine persönliche Bestleistung auf die Halbmarathon-Distanz. Bei 1:15:05 stoppte er die Uhr. „Es lief gut, am Ende ist dann auch die Sonne rausgekommen“, berichtete der 32-Jährige im Ziel. Seinen Verfolger Oliver Wach, ebenfalls vom TV Herxheim, verwies er auf den zweiten Platz. 3:40 Minuten lagen zwischen den beiden. „Ich war vom Start weg alleine“, so Trauth. Schnellste Frau des Halbmarathons war Nicole Schwindt von der LAV Stadtwerke Tübingen. Sie überquerte bei 1:34:13 die Ziellinie. Offenbach hat sie in guter Erinnerung. „Ich bin hier mal meine Bestzeit gelaufen, die lag damals bei 1:32:08“, so Schwindt, die über ihren ersten Platz überrascht war. „Offenbach scheint ja ein Glücksbringer für mich zu sein. Es ist aber auch eine super Strecke hier, trotz des Windes.“ Auch Schwindt nutzte den Lauf als Vorbereitung für Frankfurt. Sie setzte sich frühzeitig von der Zweiten, Sabine Wadle (1:38:52) ab. „Die jungen Männer um einen herum ziehen dann irgendwann weg, aber eigentlich sollten die in ihrem Alter ja noch schneller laufen als ich“, scherzte die 59-Jährige. Dass die jüngere Generation durchaus langen Atem besitzt, zeigte Bastian Franz, der Sieger des 10-km-Laufs. Für den 30-Jährigen aus Sindelfingen war es seit Langem wieder der erste Lauf über diese Distanz. „Ich bin ja eigentlich Mittelstreckler und will auf die 5000 umsteigen“, erklärte er. Er lief nach 33:49 min ins Ziel, eine Minute vor seinem Verfolger Andre Zschaubitz von der LG Rülzheim. Franz’ Bestzeit liegt bei 30:25. „Das ist hier eine schöne, flache Strecke, in meiner Region sind die Läufe profilierter“, so Franz, der erst vor zwei Wochen wieder ins Training eingestiegen ist. Im Winter stehen für ihn ein Paar Crossrennen an. Die Kühle machte ihm nicht zu schaffen. „Ich mag eigentlich kalte Bedingungen. Früh morgens um 10 Uhr zu laufen ist da schlimmer. Normalerweise laufe ich lieber abends.“ Franz’ Teamkollegin bei den Asics Frontrunners, Leyla Emmenecker aus Ulm, gewann wenige Minuten später in der Wertung der Frauen. Sie brauchte für die Strecke 41:25 min. „Es war mein erster Lauf hier, ich nutze ihn als Training in der Vorbereitung auf die nächste Saison“, sagte die 20-Jährige. „Wir sind heute morgen angereist, jetzt heißt es nur noch Siegerehrung und dann heim.“ Die Landauerin Michaela Kautzmann war beste Pfälzerin. Sie kam in 43:19 min als Zweite ins Ziel. Mit den Ergebnissen des Offenbacher Laufs stehen die Ergebnisse des Energie-Südwest-Cups fest. Allerdings konnten die Organisatoren diese am Sonntag noch nicht bekanntgeben. Viele standen vorher schon als Sieger fest: Oliver Trauth gewinnt die Gesamtwertung des 10-km-Laufs der Männer, Tanja Grießbaum von der LG Rülzheim die der Frauen. Die Sieger des 5-km-Laufs sind Johannes Ullrich vom TV Bad Bergzabern und Elvira Kramer vom TV Herxheim. |meyd