Lokalsport Südpfalz Blerim so etwas wie ein Aufstiegsspezialist

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BÜCHELBERG/BILLIGHEIM-INGEN- HEIM. In Büchelberg steigt am Sonntag das Schlagerspiel der Fußball-Bezirksliga. Der Tabellenzweite empfängt um 15 Uhr den verlustpunktfreien Tabellenführer DJK Phönix Schifferstadt. Der TSV Fortuna Billigheim-Ingenheim begrüßt am Samstag um 17 Uhr das Ligaschlusslicht VfR Frankenthal in Ingenheim.

Für den SV Büchelberg ist das Spiel am Wochenende die Gelegenheit, dem souveränen Tabellenführer etwas von seinem Selbstvertrauen, seiner Selbstverständlichkeit zu rauben. Nach einer Schwächeperiode mit vielen Punktverlusten hat Büchelberg mit Erfolgen in Neustadt und beim Tabellendritten FC Lustadt wieder zurück zur eigenen Stärke gefunden. „Wir hatten viele Verletzte, die Ergebnisse haben auch auf die Stimmung gedrückt, jetzt ist das alles wieder deutlich besser“, berichtet Uka Blerim, der den verletzten Kapitän Kevin Apfel zuletzt vertrat. Der Innenverteidiger ist so etwas wie ein Aufstiegsspezialist. Mit Neuburg schaffte der 29-Jährige einst schon den Sprung in Liga acht, gleiches gelang ihm mit Jockgrim, dann folgte der Wechsel nach Büchelberg, wo er im Sommer auch gleich das Double, Aufstieg und Pokalsieg, schaffte. Der Logistiker ist „beim Daimler“ in Wörth beschäftigt. Sein Deutsch ist akzentfrei, als Achtjähriger kam er aus dem Kosovo hierher. Der Sport habe ihm das Erlernen der deutschen Sprache vereinfacht, meint Blerim. Inzwischen hat er nur noch den deutschen Pass. Aber „es ist wichtig zu wissen, woher man kommt. Ich bin auch im Kosovo noch zu Hause“, erklärt er: „Jeden Sommer fahre ich zu meinen Verwandten dort.“ Im nächsten Jahr vielleicht als abermaliger Aufsteiger. Drei Zähler gegen Schifferstadt wären ein Schritt dahin. „Aber dazu müssen wir voll gegenhalten, das wird ein ganz hartes Stück Arbeit. Wir müssen kompakt stehen, die Zweikämpfe annehmen, sonst haben wir keine Chance“, sagt Blerim. Gut, dass sich beim SV Büchelberg das Lazarett wieder etwas gelichtet hat. Der TSV Billigheim-Ingenheim wird gewarnt sein: Zwar ist der Absteiger VfR Frankenthal schon wieder auf dem letzten Tabellenplatz zu finden; doch zuletzt gab es für die zuvor seit über einem Jahr sieglosen Vorderpfälzer zwei Siege in Serie – in Deidesheim und Seebach. „Das sind immer die schwersten Spiele, weil man dazu neigt, sie auf die leichte Schulter zu nehmen. Wenn man dann aber nur 80, 90 Prozent Leistung abruft, geht es in die Hose“, weiß Christian Lötterle. Der 34-Jährige gibt bei der Fortuna den Rechtsverteidiger, harmoniert dort, wie er sagt, mit dem vor ihm spielenden Nicolai Müller perfekt. „Insgesamt bin ich sehr zufrieden, wie es bei uns läuft. Die Trainingsbeteiligung ist hoch, wir erarbeiten uns viele Chancen, aber wir hatten zuletzt auch etwas Pech mit dem Verwerten der Möglichkeiten.“ Lötterle ist ein Fußballverrückter. „Früher bin ich zu jedem Spiel nach Kaiserslautern gefahren, noch heute bin ich Fan.“ Inzwischen ist der Vater zweier Kinder aber auch oft in Bellheim und schaut seinem Sohn zu. Die Arbeit auf dem Bau spanne ihn sehr ein. Der Billigheimer wechselte nach seiner Jugend kurz zum damals noch eigenständigen SV Ingenheim, es folgte ein einjähriges Intermezzo bei Verbandsligist Zeiskam, ehe er zum ASV Landau wechselte. Als Spielertrainer fungierte Lötterle wieder in Billigheim (erste und später zweite Mannschaft) und Hatzenbühl. Seit dieser Saison konzentriert er sich voll auf den aktiven Part: „Das ist leichter, denn ich kann mich voll auf das Spiel konzentrieren. Als Spielertrainer hat man im Spiel immer noch andere Gedanken, beschäftigt sich mit Wechseln und der Taktik.“ Aktiv spielen will er „so lange die Knochen mitmachen“, gerne auch mal wieder auf der „Sechs“. Ausserdem spielen FG 08 Mutterstadt – FC Lustadt (heute, 19.30), 1. FC 08 Haßloch – TSG Jockgrim (Sa, 15 Uhr), FV Freinsheim – VTG Queichhambach, SV Südwest Ludwigshafen – SG Steinfeld/Schweighofen/Kapsweyer (So, 15 Uhr). |mame

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