Lokalsport Südpfalz „Bis in die Nacht vor Ort“

KNITTELSHEIM. Seit Montagabend ist Sorin Radu Trainer des Fußball-Oberligisten SVN Zweibrücken. Er ist der vierte Trainer der Westpfälzer in kurzer Zeit. Sie haben Insolvenz angemeldet (wir berichteten im Sport). Drei Fragen an den 40-jährigen Rumänen, der in Knittelsheim wohnt, bis Juni 2014 die Damen des Karlsruher SC trainierte.
Der Präsident hat mich angerufen. Es waren von Beginn an sehr offene Gespräche. Er hat mir die Situation in allen Bereichen ohne Einschränkungen offengelegt. Ist es kein Himmelfahrtskommando? Das Problem ist die Zeit, weil in zwei Wochen die Saison beginnt. Beim ersten Training waren neun Mann da, mittlerweile haben wir einen Kader von 20 Spielern. Es sind alles junge Talente aus der Region. Wir trainieren täglich und sichten noch. Am Montag soll der endgültige Kader stehen, dann beginnt der reguläre Trainingsbetrieb. Es ist die schwierigste Situation meiner Laufbahn, doch ich bin optimistisch. Sonst hätte ich es nicht getan. Wie sieht Ihr Tagesablauf aus? Unter der Woche übe ich meinen Job bei der Verbandsgemeinde Bellheim aus. Danach bin ich bis in die Nacht vor Ort. Am Wochenende schlafe ich dort, weil viel zu tun ist: Gegner beobachten, den endgültigen Kader zusammenstellen. Wir brauchen vier bis fünf Wochen zur Erreichung der vollen Leistungsstärke. Am kommenden Samstag spielen wir bei Phönix Bellheim, zum Saisonauftakt kommt mit Hertha Wiesbach gleich einer der Titelfavoriten. (kebe/Foto: SVN)