Lokalsport Südpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Bezirksliga-Schlusslicht TSG Jockgrim will gegen Schlusslicht FC Lustadt siegen

91-129069207_asv_maxdorf_5mh3850.jpg

Klare Sache? Laut Tabellenbild kann es nur einen Sieger geben beim Südpfalz-Derby (Sonntag, 15 Uhr) zwischen der TSG Jockgrim, die vom Platz an der Sonne grüßt, und dem FC Lustadt, der sich, nach sechs Spielen noch sieglos, auf dem letzten Rang der Fußball-Bezirksliga einsortiert hat. Wäre da nicht ein altes Problem.

Klare Sache? Laut Tabellenbild kann es nur einen Sieger geben beim Südpfalz-Derby (Sonntag, 15 Uhr) zwischen der TSG Jockgrim, die vom Platz an der Sonne grüßt, und dem FC Lustadt, der sich, nach sechs Spielen noch sieglos, auf dem letzten Rang der Fußball-Bezirksliga einsortiert hat. Wäre da nicht ein altes Problem.

Denn die gastgebende TSG hatte schon in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme, gegen die nominell schwächeren Teams in der Liga zuverlässig zu punkten. So auch am vergangenen Wochenende beim Ludwigshafener SC, als die Elf von Trainer Kevin Konz beim 1:1 erstmals in dieser Runde Punkte abgab. „Wir hatten mannschaftlich einen schlechten Tag erwischt“, gesteht der neue spielende Co-Trainer Benjamin Hörner. Aber er hat noch einen Ansatz, weshalb nicht zumindest die dünne 1:0-Führung über die Zeit gebracht werden konnte: „Ohne Gegnereinwirkung hat sich Malik Krubally die Kniescheibe gebrochen. Das hat laut geknallt, man wusste sofort, dass da was Schlimmes passiert ist. Vielleicht standen wir danach noch etwas unter Schock.“ Der Angreifer wird lange ausfallen, auch wenn dem ersten Anschein nach die Bänder nichts abbekommen haben. Die Operation sei am Freitag geplant, informiert Hörner.

Glück mit der personellen Konstellation

Mit Blick auf die laufende Runde hellt sich die Stimmungslage bei dem 31-Jährigen aber wieder auf. Das Team ist ungeschlagen. „Mit der personellen Konstellation hatten wir Glück. Durch ein, zwei Personalien haben wir ein ganz anderes Engagement reinbekommen. Und Fußball macht den meisten Spaß, wenn man gewinnt“, sagt der Trainer. Der nach abgeschlossenem Studium im Familienbetrieb in Sondernheim arbeitende Bellheimer hatte an dieser Personalplanung einen wesentlichen Anteil. Er brachte den Namen von Konz ins Spiel, als klar gewesen war, dass Daniel Ochsenreither in Jockgrim und Konz in Knittelsheim aufhören wollten. „Kevin und ich sind privat befreundet“, sagt der Mann, der die linke Außenbahn mit Technik, gutem Stellungsspiel und Flanken belebt, dabei seine altersbedingten Schnelligkeitsdefizite vergessen lässt.

Auch Jugendfreund Marc Socher war eine Wunschverstärkung Hörners: „Wir hatten auch in Rülzheim eine sehr erfolgreiche gemeinsame Zeit“, sagt Hörner. Dann holte Socher noch die Baltrusch-Brüder ins Boot. Auch wenn Philipp nur für Notfälle bereit steht, ist Kevin eine Stütze im Team, das noch enger zusammenwachsen und am Sonntag vor allem wieder kompakter agieren soll als beim LSC. Nicht mit dabei sein werden Matthias Daemrich, der noch an einer Platzwunde laboriert, und Burak Kilinc (private Gründe).

Dass Lustadt aufgrund der Tabellensituation auf die leichte Schulter genommen würde, bestreitet Hörner: „Die Mannschaft dort hat sich ja im Vergleich zur Vorsaison kaum verändert. Für mich war das ein Geheimfavorit auf den Aufstieg. Die werden noch punkten, aber hoffentlich nicht bei uns“, so der Ex-Rülzheimer, der zuvor schon bei der TSV Lingenfeld aktiv war, und in den Jugendteams von Phönix Schifferstadt, dem FC Bellheim und seinem Heimatverein VfR Sondernheim.

Außerdem spielen

TuS Knittelsheim – BSC Oppau, TuS Frankweiler/Gleisweiler/Siebeldingen – Ludwigshafener SC, SV Südwest Ludwigshafen – VTG Queichhambach (alle So, 15 Uhr).

x