Lokalsport Südpfalz Bauer auf Dauer Chefcoach
ANNWEILER. Die Fußball-Bezirksliga nimmt den Spielbetrieb wieder auf. Nach dem Erfolg im Nachholspiel bei Südwest Ludwigshafen geht der TSV Fortuna Billigheim-Ingenheim als Tabellendritter ins Duell mit dem FV Freinsheim. Der VTG Queichhambach tritt zu Hause mit neuem Chefcoach gegen die FG 08 Mutterstadt an. Beide Spiele werden am Sonntag um 15 Uhr angepfiffen.
Marco Bauer, bisher Interimstrainer, ist beim VTG als Chefcoach installiert worden. Gründe, sein vorübergehendes Engagement in ein dauerhaftes umzuwandeln, habe es genug gegeben: „Wir sind gut zusammengewachsen, es macht Spaß. Daher musste ich nicht lange überlegen, als der Verein mir diese Möglichkeit jetzt angeboten hat.“ Bauer sieht seine Elf gut gerüstet für den Start ins Fußball-Jahr: „Durch den Kunstrasen hatten wir gute Bedingungen, um eine ordentliche Vorbereitung absolvieren zu können. Leider hat sich Philipp Nickel, unser Kapitän, im letzten Testspiel einen Fingerbruch zugezogen und fällt aus“, informiert der Coach. Manuel Albrecht falle aus familiären Gründen aus. Der Rest habe voll mitgezogen und sei am Sonntag einsatzbereit. „Mutterstadt ist spiel- und kampfstark, hat eine Menge Potenzial und wird es uns sehr schwermachen“, meint Bauer. Es ist das Duell des Tabellenzehnten mit dem Elften. Wer verliert, muss weiter hart gegen den Abstieg kämpfen, der Sieger kann sich das Ganze gelassener anschauen. „Keine Frage, wir wollen gut starten. Dazu haben wir an der Stabilität in der Defensive gearbeitet und brauchen eine gute Balance im Spiel nach vorne“, so Bauer angesichts schon 53 Gegentreffern seiner Elf in den bisherigen 21 Spielen. Nicht mal die Hälfte, nämlich 23 Gegentore, hat Billigheim-Ingenheim hinnehmen müssen. Auch ein Verdienst von Daniel Becht, dem 22-jährigen „Sechser“, der im Mittelfeld meist an der Seite von Spielertrainer Steffen Zoller agiert. Becht hat bei den Billigheimer Bambinis angefangen und den Verein nie gewechselt. „Hier sind meine Freunde. Es gab nie einen Grund zum Wechseln“, sagt er. „Ich will ein Duales Studium am Ende meiner Ausbildung zum Bürokaufmann beginnen und daher bleibe ich auch in den nächsten drei Jahren sicher hier. Zumal ich ja hier derzeit einen Stammplatz habe.“ Der Bad Bergzaberner schildert den 3:1-Erfolg des TSV in Ludwigshafen so: „Es war ein offener Schlagabtausch. Aber in der zweiten Hälfte hatten wir doch mehr Chancen und daher verdient gewonnen.“ Aus seiner Sicht war dies ein klares Statement der Mannschaft: „Wir wollen den dritten Platz nicht wieder hergeben. Und im Fußball kann viel passieren. Wenn eines der beiden bisherigen Topteams eine Schwächephase bekommt, dann wollen wir da sein.“ Erfolge seien ohnehin wichtig für das Teamgefüge, es lasse sich dann besser feiern, so wie zuletzt im Karneval. „Und da komme ich dann schon mal aus mir raus, auch wenn ich mich in der Mannschaft den erfahrenen Spielern unterordne und mich da als absoluten Mannschaftsspieler sehe.“ Becht lobt seinen Trainer, der „immer das Beste aus der Mannschaft herauskitzelt“. Aus dem Hinspiel in Freinsheim ist ihm vor allem Marcus Lerps, aber auch das Ergebnis in schlechter Erinnerung geblieben. 2:3 unterlag der TSV beim Aufsteiger. „Lerps war an allen Toren beteiligt. Der tankt sich vorne durch, ist hartnäckig. Es ist eklig, gegen ihn zu spielen“, so der Sympathisant von Borussia Dortmund und FC Barcelona, der auf den Torjäger der Gäste (13 Saisontreffer) ein besonderes Auge richten wird. Dass es in Freinsheim sehr heiß war auf dem Kunstrasen, weiß der Hobby-Volleyballer auch noch. Außerdem spielen: RW Seebach – SV Büchelberg (Sa, 17 Uhr), VfR Frankenthal – SG Steinfeld/Schweighofen/Kapsweyer (Sa, 19 Uhr), VfL Neustadt – FC Lustadt, SV Ruchheim – TSG Jockgrim (beide So, 15 Uhr). |mame