Lokalsport Südpfalz Badische Luft, Pausen und Premieren

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OFFENBACH/RÜLZHEIM. Seit Anfang des Jahres laufen Tanja Grießbaum und Patrick Zwicker für die LG Region Karlsruhe. Während der eine erstmal pausieren muss, geht es für die andere auf längeren Strecken zur Sache.

Für Patrick Zwicker begann das Jahr mit einem Schrecken. Er zog sich einen Ermüdungsbruch im Fuß zu, wird voraussichtlich bis Mitte April ausfallen und damit die komplette Hallensaison verpassen. „Einen konkreten Auslöser für die Verletzung gibt es nicht“, meint der 22-Jährige aus Offenbach, „ich stand voll im Saft, da sind die Belastungen natürlich auch extrem.“ Auch sei seine Körpergröße von 1,94 Meter nicht gerade das Beste für den zarten Fuß. Die ersten Eindrücke und kleineren Wettkämpfe mit der LG Region Karlsruhe seien vielversprechend gewesen, umso größer also der Schock, als er am 28. Januar auf der Bahn lag. „Die Gemeinschaft vor Ort ist bombastisch“, lobt er die Bedingungen in Karlsruhe. Bei der LG wird er von Günther Scheefer, dem Experten für Mittel- und Langstreckler, trainiert. „Ich hatte schon immer gute Trainer, alleine ist es ohne die hochwertige Beratung auf diesem Niveau auch nicht möglich.“ 2013 war Zwicker U20-Europameister über 800 Meter. Er wechselte von der LG Rülzheim zum saarländischen LC Rehlingen, als er das BWL-Studium in Saarbrücken aufnahm. Er ist im fünften Semester. Um den Spagat zwischen Studium und Training in Karlsruhe zu meistern, wohnt er wieder bei seinen Eltern in Offenbach, die Wohnung in Saarbrücken hat er immer noch. Mittwochs geht es zur Uni, ansonsten wird fünfmal die Woche in Karlsruhe oder im Offenbacher Wald trainiert. Fahrstress auf dem Weg nach Karlsruhe gibt es selten. „Die Trainingszeiten liegen so, dass ich entgegen des Stroms fahren kann“, sagt Zwicker, „abends bin ich auch schon mal in 20 Minuten zu Hause.“ Jetzt ist erst mal Zwangspause angesagt. Tanja Grießbaum hat sich ebenfalls der LG Region Karlsruhe angeschlossen. „Ich trainiere aber schon seit April in Karlsruhe“, sagt die 24-Jährige aus Rülzheim. Von der LG Rülzheim gekommen, wo sie früher – wie Zwicker – von Edmund Hamburger angeleitet wurde, gestaltet sich das Training doch etwas anders als in der Pfalz. „Wir sind eine viel größere Gruppe bei den Tempoläufen“, sagt Grießbaum, die nur ein- bis zweimal in Karlsruhe trainiert. Nachdem sie sich in Rülzheim zuletzt ihre Trainingspläne meist selbst erarbeiten musste, sei es „schon gut, wenn ein Trainer dahintersteht“. Veränderungen wird es auch bei den Laufstrecken geben. Grießbaum möchte sich noch mehr auf Langstrecken spezialisieren. „Man hat höhere Umfänge in der Woche, auch andere Tempoläufe im Training.“ Die Sonntagsläufe ziehen sich dann auch mal 30 Kilometer. Im März steht die Deutsche Cross-Meisterschaft in Löningen an, im April die DM im Halbmarathon in Hannover. Dort hofft Grießbaum auf eine gute Platzierung, möchte Bestzeit laufen. Die liegt bisher bei 1:15:33 Stunden, aufgestellt bei der DM im vergangenen Jahr. Diesen Monat feiert sie eine Premiere. Sie ist eingeladen, am 24. Februar in Tel Aviv ihren ersten Marathon zu laufen. Der zweite wäre der Ende April in Düsseldorf. „Das ist ein großes Ziel“, so Grießbaum, die seit Mai 2016 Assistentin der Geschäftsleitung bei Relineeurope in Rohrbach ist. Ihr Bachelor-Studium hatte sie in Wales abgeschlossen. Sie spricht mehrere Sprachen, darunter Hebräisch.

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