Drei Fragen RHEINPFALZ Plus Artikel Akin Özer kündigt Ausstieg in Landau an: „Ziel übertroffen“

Akin Özer war vorher schon in Wörth erfolgreich.
Akin Özer war vorher schon in Wörth erfolgreich.

Im fünften Jahr ist Akin Özer Trainer des TSV Landau. Der 45-Jährige führte den TSV, der am Sonntag (15 Uhr) den TuS Altrip erwartet, von der C-Klasse in die Fußball-Bezirksliga. Er will nach der Saison in Landau aufhören.

Herr Özer, der TSV Landau stößt in der Bezirksliga an seine Grenzen. Warum hören Sie auf?
Ich gehe absolut im Guten. Mit dem Vorstand um Ali Simsek habe ich zu jedem Zeitpunkt vertrauensvoll zusammengearbeitet, zwischen uns hat kein Blatt gepasst. Erklärtes Ziel bei meinem Amtsantritt war die A-Klasse, das haben wir gemeinsam übertroffen. Der überwiegende Teil des Kaders war schon in der C-Klasse dabei. Doch nach einer langen und intensiven Zeit ist jetzt einfach für beide Seiten die Zeit für eine Veränderung gekommen. In gewissen Abläufen herrscht einfach zu viel Routine.

Ihre Entscheidung könnte negative Auswirkungen für die Restrunde haben, oder?
Das glaube ich nicht. Ich werde bis zum letzten Tag hart dafür arbeiten, dass auch im kommenden Jahr in Landau Bezirksligafußball angeboten wird. Die Mannschaft will das ebenfalls. Wir konnten in fast allen Partien auf Augenhöhe agieren. Durch den plötzlichen Weggang von Xhevat Shaqiri und die lange Verletzung von Okan Simsek hatten wir zu Saisonbeginn Probleme in der Defensive. Okan ist seit zwei Wochen wieder dabei. In der Winterpause möchten wir uns mit ein oder zwei Abwehrspielern verstärken. Ich bin mir sich, dass wir die Klasse halten werden.

Was bringt die Zukunft?
Ich denke, der Verein ist auch künftig gut aufgestellt, wenn er weiter auf talentierte Spieler aus der unmittelbaren Umgebung setzt. Mittelfristig müsste der Kader verjüngt werden. Ich bin froh, dass sich Erdogan Metin seit dem Rücktritt von Aydin Tas mehr in die sportliche Leitung einbringt. Er hat viele Kontakte und enormes Fachwissen. Sonntage ohne Fußball kann ich mir nicht vorstellen. Meine Frau kennt mich nicht anders, meine Familie ist immer dabei. Ich möchte als Trainer gerne weiterarbeiten. Aber nicht um jeden Preis.

Info

Weiter spielen: TuS Dirmstein - SV Erlenbach (So, 15 Uhr), VTG Queichhambach - TuS Mechtersheim II (So, 15.30 Uhr).

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