Lokalsport Südpfalz Abwehr macht Spaß

Placeholder-Image

«OFFENBACH.» Nach der klasse Leistung und dem Neun-Tore-Sieg im Heimspiel gegen den SV 64 Zweibrücken tritt der formstarke TV Offenbach heute um 18 Uhr in der Handball-Oberliga beim HV Vallendar an. Bei einem Sieg würde er die Gastgeber in der Tabelle hinter sich lassen.

22:28 Punkte hat Vallendar bisher gesammelt, zwei Plätze hinter dem HV rangiert Offenbach mit 20:30 Zählern auf Platz 13. „Wir wollen den Anschluss ans Mittelfeld halten. Mit einem Sieg würden wir sogar an Vallendar vorbeiziehen“, sagt TVO-Trainer Christoph Morio, dessen Mannschaft im Hinspiel beide Punkte einfahren konnte (26:21). Fünf Siege Vorsprung hat der TVO auf das Trio im Tabellenkeller der Oberliga. Der deutliche Sieg gegen SV 64 kam für Morio überraschend, wenngleich er wusste, dass sein Team eine Chance darauf hatte. „Wir haben mit viel Körper gespielt und uns mit Kontern belohnt. Das hat ganz gut geklappt“, sagt er. Dass die Abwehr so solide stand, liegt wohl auch an den guten Trainingseinheiten in den vergangenen Wochen. Nach langer Zeit kann die Mannschaft wieder komplett trainieren, die Variante mit Kreisläufer Fabian Graap auf der Halbposition, Abwehrchef Jonas Busch im Mittelblock und Mittelmann Michael Pfalzer auf Außen trägt Früchte. Fehlen werden Morio gleich drei Spieler, Maximilian Daum, Felix Kunz und Joshua Albert. Den Gegner sieht der Trainer als heimstarkes Team an, in Kreisspieler Oliver Lohner sieht er eine Gefahr für sein Team. Mit Lohner wird es heute Abend Jonas Busch zu tun haben. Der 21-Jährige studiert im vierten Semester BWL-Industrie dual bei Siemens. Beruflich weilte er große Teile der Rückrunde in München, war nur zu den Spielen bei der Mannschaft. Ein Zweitverein in München bot sich nicht an, Busch war beruflich zu arg eingebunden, als dass er abends noch hätte trainieren können. „Im ersten Spiel gegen Mundenheim habe ich das schon gemerkt“, sagt er über das fehlende Training. Mit den drei Ausfällen werde es schwer gegen den HV. Nichtsdestotrotz will Busch was mitnehmen. Ihm gefällt, dass das Team in den vergangenen Spielen immer weniger technische Fehler macht und es im Positionsangriff besser schafft, bis auf die Außen durchzustoßen. Als Abwehr-Ass wird der Offenbacher kaum im Angriff eingesetzt. „Wenn es pro Spiel fünf Minuten mehr wären, wäre ich auch zufrieden. Aber ich sehe da nichts Negatives, zumal ich weiß, dass ich da nicht so gut bin wie Fabian Graap“, sagt Busch. Im Mittelblock ist er gesetzt, kennt das von Trainer Morio so schon seit der Jugend beim TVO. „Abwehr macht mehr Spaß“, sagt Busch.

x