Hilst RHEINPFALZ Plus Artikel Zweiter Abschnitt „Im Violengarten“ wird erschlossen

„Im Violengarten“ in Hilst soll nun der zweite Bauabschnitt erschlossen werden.
»Im Violengarten« in Hilst soll nun der zweite Bauabschnitt erschlossen werden.

Lange hat sich im Hilster Neubaugebiet „Im Violengarten“ nichts getan. Doch inzwischen sind die im Bebauungsplan von 2004 ausgewiesenen gemeindlichen Grundstücke verkauft. Und nachdem der Ortsgemeinderat am 23. Februar die Erschließung des zweiten Bauabschnittes beschlossen hatte, traf er am Dienstag weitere Entscheidungen hierzu.

Die Erschließung des zweiten Bauabschnittes, für den bereits das Umlegungsverfahren abgeschlossen ist, führt die Ortsgemeinde in Eigenregie durch. Auf der Suche nach einem Ingenieurbüro, das die Straßenplanung, Ausschreibung und Bauüberwachung vornimmt, wurde der Rat fündig. Bei einer Gegenstimme erhielt für die Grundlagenermittlung und Vorplanung bei geschätzten Kosten von 7000 Euro, von denen lediglich zehn Prozent die Ortsgemeinde zu tragen hat, die sdu-Ingenieurgesellschaft in Waldfischbach-Burgalben den Auftrag. Die Straßenplanung soll auf der Grundlage des ersten Erschließungsteiles erfolgen.

Nach all den Jahren sei der Bebauungsplan insgesamt, wie ein Bauherr feststellte, in Bezug auf die bauplanungs- und bauordnungsrechtlichen Festsetzungen zur Wandhöhe und Dachneigung nicht mehr aktuell. Im Wege des vereinfachten Verfahrens veränderte der Rat für das gesamte Plangebiet einstimmig die Vorgaben wie folgt: Die Wandhöhe wird bergseitig auf 6,50 Meter und talseitig auf 6,50 Meter festgesetzt und eine Dachneigung ab 20 Prozent zugelassen.

Drei Grundstücke hatte der Rat in seiner Sitzung im Februar im nicht erschlossenen Zustand bereits verkauft. Diese Verkäufe wurden auf Vorschlag der Verwaltung nun dahingehend modifiziert, dass es eine Bauverpflichtung innerhalb von fünf Jahren gibt. Erfolgt in dieser Zeit keine Bebauung, hat die Ortsgemeinde das Recht auf Rücknahme der Bauplätze.

Arbeiten schneller als geplant fertig

Ortsbürgermeister Michael Ehrgott informierte den Rat darüber, dass die Arbeiten in der Mühlstraße als dritten und letzten Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt durch die Firma Eurovia schneller als geplant fertiggestellt werden könnten. Nachdem die Rinnen verlegt seien, könnten die Straßenpflaster ab kommender Woche verlegt werden. Ehrgott: „Ich gehe davon aus, dass bis Ende Juni die Arbeiten abgeschlossen sind“.

Durch wiederkehrende Beiträge ist nach Ehrgott Feststellung zeitnah ein Ausbau des Straßenzuges der Sackgasse zwischen Mühl- und Sonnenstraße nicht möglich. Möglich sei jedoch das Aufbringen einer neuen Deckschicht, wozu der Bauleiter der Firma Eurovia eine erste Kostenschätzung über 4000 Euro vornahm. Nachdem auf diese Weise jüngst durch die gleiche Firma bereits die Sanierung der Friedhofstraße für rund 10.000 Euro vorgenommen wurde, soll nach der einstimmigen Ratsentscheidung nun auch die Sackgasse eine neue Deckschicht erhalten. Für die Straßenunterhaltung stehen im Hilster Haushalt noch 18.000 Euro zur Verfügung. Ehrgott wurde beauftragt, nach Angebotseingang den Auftrag zu erteilen.

Leuchten mit LED-Technik

Im Rahmen der Festlegung der Standorte der Leuchten im dritten Bauabschnitt wurde im Gemeinderat festgestellt, dass zwischen der Ortsdurchfahrtsgrenze und dem Sportplatz noch drei alte Straßenlampen aufgestellt sind. Hierbei handelt es sich um Leuchten mit Quecksilberdampfmittel, die nicht mehr in den Verkehr gebracht werden dürfen. In Erweiterung ihres Auftrages erhielt die Pfalzwerke AG auch den Auftrag zur Entfernung der Leuchten und Installation neuer Leuchten in LED-Technik.

Noch keine Auftragsvergabe tätigte der Rat zur Ausbesserung des Weges „An der Trift“. Der Weg sei, so Ehrgott, schlecht und bedürfe der Ausbesserung, damit die dortigen Grundstücke zur Grubenentleerung weiterhin angefahren werden können.

x