Kreis Südwestpfalz Zwölf gute Monate fürs Schuhmuseum

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„Was die Einnahmen an Museumseintrittsgeldern und Führungen angeht, war das Jahr 2014 das erfolgreichste seit Bestehen des Deutschen Schuhmuseums“, bilanzierte Museumsleiter Willy Schächter beim Aufstellen des Haushaltsplans für 2015. Zuletzt flossen 15 000 Euro mehr in die Museumskasse als 2013. Auch dank der Sonderausstellung „Wir werden Weltmeister“, die nach dem WM-Triumph drei Monate lang „Wir sind Weltmeister“ hieß.

Dies erklärte Schächter vor dem Stiftungsrat der Stiftung Deutsches Schuhmuseum Hauenstein. Das ist ein etwa 20-köpfiges Gremium mit Ratsmitgliedern aus Hauenstein, vom Bezirksverband Pfalz und dem Landkreis Pirmasens. Einstimmig verabschiedete der Stiftungsrat den neuen Haushalt. 2014 stiegen die Einnahmen auf 247 000 Euro, die Ausgaben verminderten sich 2014 von geplanten 226 000 auf 218 000 Euro. Der Haushalt 2015 wird mit einem leichten Plus abschließen. Seit Gründung des Museums dürften sich mehr als eine halbe Million Menschen aus ganz Europa auf die Zeitreise in die Schuhkultur auf rund 3000 Quadratmetern Ausstellungsfläche begeben haben. 2015 stehen im Erdgeschoss und ersten Stock wichtige Erneuerungen an. Alle Verbesserungen, so Schächter, sollen das Ausflugsziel interaktiver machen und der Initiative „Junges Museum“ dienen, was vor allem jüngere Besucher ansprechen soll. Dazu gehört der Bau eines interaktiven Laufstegs für Models und solche, die es gerne werden wollen. Für 2015 und die Folgejahre ist die Einrichtung einer Schuhmaschinensammlung in der ältesten Hauensteiner Schuhfabrik C.A. Josef Seibel in der Weißenburger Straße geplant. Denn das Museum besitzt heute schon die größte Schuhmaschinensammlung weltweit. Diese soll in der Weißenburger Straße ein neues Domizil finden. Firmenchef Carl-August Seibel wird dafür einen Teil des Seibel-Stammhauses am Ortsausgang mietfrei zur Verfügung stellen. Der Förderkreis des Technischen Hilfswerks (THW) Hauenstein übernimmt im Januar den Umzug der Maschinen vom alten Gebäude Hengen, das abgerissen wird, in die Weißenburger Straße. Mit Erfolg läuft bis 25. Februar die Sonderausstellung „Spielzeug aus der Kriegs- und Nachkriegszeit“. Ein Höhepunkt Ende 2015 verspricht die Schau „Schätze der Steiff-Figuren-Sammlung mit Schuhen“ zu werden. Nur durch das engagierte Wirken des Museumsteams, so Willy Schächter, sei es gelungen, trotz großer Investitionen ohne Bankkredite auszukommen und schwarze Zahlen zu schreiben – mit den Einnahmen durch Eintrittsgelder und jährliche Zuwendungen durch Gemeinde, Bezirksverband, Pfälzer Sportbund und Landkreis. Der Museumsleiter erinnert an Investitionen wie den Bau eines gläsernen Aufzugs, den Ausbau des dritten Obergeschosses und die Installierung einer Blitzschutzanlage für Kosten im mittleren sechsstelligen Bereich. (ys)

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