Kreis Südwestpfalz Zur Sache: Nacktwandern

Placeholder-Image

Die ersten verbürgten Nacktwanderungen sollen englische Touristen 1916 in der Schweiz absolviert haben. Damals gab es schon seit Jahrzehnten erste Aktivitäten der Freikörperkultur (FKK). Die Reformbewegung forderte ein romantisches Naturverständnis. Der Körper sollte in Gänze Sonne, Luft und Wasser ausgesetzt werden, was ein gesünderes sowie erfüllteres Leben ermögliche. Ein richtiger Nacktwanderweg wurde in den 80er Jahren in Kärnten (Österreich) eingerichtet. In Deutschland gibt es seit 2010 den Harzer Naturistenstieg über 18 Kilometer. Ein weiterer folgte 2012 in Undeloh in Niedersachsen; der dritte wird jetzt bei Trebbin in Brandenburg vorbereitet. Übrigens dürfen diese Nacktwege auch bekleidet erwandert werden. Der bisherige Teilnehmerrekord für eine Nacktwanderung liegt laut Horst Kehm vom Internetportal www.nacktwandern.de bei 92 Wanderern bei einer Tour im Lahn-Dill-Kreis. Normalerweise sind es um die 20 Teilnehmer. Bei unsicherer Witterung kommen auch nur vier oder sieben Nacktwanderer für eine Tour zusammen. Bernd Wallner, Hauptgeschäftsführer des Pfälzerwald-Vereins, kennt zwar Berichte über Nacktwanderer in der Pfalz. Für den PWV sei es aber nie ein Thema gewesen, eine eigene Nacktwandergruppe einzurichten oder diese Art des Wanderns auf andere Weise zu fördern. Auch bei der Südwestpfalz-Touristik wird nicht über Nacktwandern als Tourismus-Aktion nachgedacht. Internet www.nacktwandern.de. |kka

x