Kreis Südwestpfalz Zur Sache: Die Lerchenfenster

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Die Feldlerche, der Vogel des Jahres 2019, ist vom Aussterben bedroht. In Europa hat sich ihr Bestand in den vergangenen 30 Jahren mehr als halbiert. Durch die vielen Monokulturen gingen Nahrung und der sichere Brutraum verloren. Die Feldlerche steht jetzt sogar auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. Lerchenfelder sollen dem Vogel die Möglichkeit geben, wieder drei Bruten vom Frühjahr bis in den Spätsommer aufzuziehen. Dadurch könnte sich der Bestand wieder erholen. Diese Lerchenfenster wurden in Großbritannien bereits erfolgreich getestet, berichtet Hans Göppel vom Naturschutzbund Deutschland im Zweibrücker Land. Wenn die Bauern beim Säen mitten im Feld die Sämaschine für einige Meter anheben, entsteht eine nicht mit der Feldfrucht bepflanzte Freifläche. Dort können die Feldlerchen landen, nach Nahrung suchen und brüten. Der restliche Acker kann normal bewirtschaftet werden. Von solchen Rettungsinseln profitieren auch Rebhuhn, Wachtel, Kiebitz und der Feldhase. Lerchen sind Bodenbrüter und mögen eine lichte Vegetation, wo sie gut zum Nest laufen können, denn sie fliegen es nicht unmittelbar an, sondern landen aus Sicherheitsgründen vor Feinden einige Meter entfernt. Auf den intensiv genutzten Feldern stehen Mais, Raps, Klee und Getreide so dicht, dass der Vogel weder landen noch hindurch laufen kann. Außerdem wächst die Frucht so schnell, dass es zwischen den Halmen schnell dunkel und feucht ist. Dies ist für die Aufzucht der Jungvögel das Aus, weil zudem die Insektennahrung fehlt.

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