Rodalben RHEINPFALZ Plus Artikel Zum Hungermarsch-Jubiläum die Begeisterung für eine gute Sache aufleben lassen

Das Bild stammt aus der Anfangszeit. Schon vor 30 Jahren wollte und konnte der Hungermarsch ein „Zeichen der Hoffnung“ setzen.
Das Bild stammt aus der Anfangszeit. Schon vor 30 Jahren wollte und konnte der Hungermarsch ein »Zeichen der Hoffnung« setzen.

Diesmal steht ein Jubiläum an: Die Pfarreien Maria Königin (Rodalben) und Heiliger Cyriakus (Thaleischweiler- Fröschen) laden zum 35. Hungermarsch ein. Wie er ablaufen soll.

Der 35. Hungermarsch am Sonntag, 21. Juni, beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Kirche Seliger Bernhard in Rodalben. Eine kleine Rundwanderung von gerade einmal drei Kilometern schließt sich an, ehe sich die Gruppe zum Abschluss bei Speis und Trank im Pfarrsaal trifft. Wie zur Gründerzeit will der Hungermarsch ein „Zeichen der Hoffnung“ setzen, was ein zu pflanzender Baum vergegenwärtigen soll. Die Aktion widmet sich diesmal der „Ausbildung und Entwicklung gegen Hunger und Krankheit in Uganda“.

Den Anstoß zum Hungermarsch gab 1990 der damalige örtliche Pfarrer Werner Ripplinger. Beachtliche 65.000 Mark brachte die Premiere laut Chronik ein. Das Geld stand zunächst für Projekte des Eine-Welt-Vereins zur Verfügung. Über 100 Teilnehmer sollen dabei gewesen: viele Familien, auch Messdiener und Pfadfinder. Mit den Jahren erfolgte die Ausdehnung auf den Pfarrverband Rodalben. Der erzielte Betrag wurde „gestreut“ und nach Vorschlägen aus den Pfarreien auf drei ausgewählte Projekte verteilt. Inzwischen ist die Pfarrei Thaleischweiler-Fröschen in die Aktion „Gemeinsam für Eine Welt“ mit eingebunden.

Wanderung schrumpfte mit den Jahren

Am Ablauf änderte sich – zeitgemäß – vor allem die Dauer der Wanderung. Die anfangs meist zweistündige Wanderung wurde um die Hälfte gekürzt, dafür der gesellige Teil erweitert.

In zwei Sitzungen hat der Ausschuss die Veranstaltung vorbereitet, er hat die zu fördernden Projekte ausgewählt und die Organisation geklärt. Zum Team gehören Josef Cronauer (Clausen) und Brigitte Leininger (Rodalben), beide sind von Anfang an dabei, Thomas Durm (Rodalben) und Thomas Engel (Rodalben, der frühere Pastoralreferent), Emanuel Gerhard (Merzalben) und Margit Pfundstein, Liesel Raquet und Gabi Schehl (alle Rodalben), Dirk Keller (Clausen), Thomas Neuberger (Merzalben) und Benedikt Neuberger (Rodalben).

In diesem Jahr haben sie sich für Uganda als Zielgebiet des Einsatzes der Spenden entschieden. Gefördert werden zum einen Hilfsprojekte im abgelegenen Mugoija, wo unter der Obhut von Schwester Maria Goretti Nakate und Ludwig Heim aus Münchweiler unter anderem eine Kinderkrankenstation mit Photovoltaikanlage entstand, Regenwasserzisternen für die Wasserversorgung und ein Tiefbrunnen für frisches Trinkwasser gebaut wurden.

Anfangs deutlich mehr Teilnehmer dabei

Das zweite Projekt der Ugandahilfe betrifft die Schule für gehörlose Kinder von Father John-Paul Jjumba, der in Rodalben bekannt geworden ist als Urlaubsvertreter für den damaligen Pfarrer Martin Ehling. Seine „Julina Memorial Schule“ unterstützt Kinder, die in einer Regelschule überfordert wären. Mittlerweile nutzen 130 Schüler das spezielle Angebot, qualifizieren sich im berufspraktischen und handwerklich orientierten Unterricht für eine praktische Ausbildung als Basis für ein selbstbestimmtes Leben.

Der 35. Hungermarsch soll nicht nur ein Jubiläum würdigen. Er soll vielmehr die Anfangszeit wieder aufleben lassen, die Begeisterung für die gute Sache, die sich letztendlich in der ehedem höheren Anzahl von Beteiligten und in den höheren Erlösen widerspiegelt. Teilnehmerkarten gibt es bei den Pfarrämtern. Damit können Spenden gesammelt und beim Hungermarsch abgegeben werden.

Info

Für Überweisungen ist bei der Sparkasse Südwestpfalz ein Hungermarschkonto eingerichtet worden, Iban DE82 542500 10 00400 0001.

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