Contwig RHEINPFALZ Plus Artikel Zum Freibad-Start kommen rund 200 Gäste

Das Contwiger Freibad ist seit Freitag offen. Allerdings ist der Badebetrieb geprägt von Corona-Einschränkungen.
Das Contwiger Freibad ist seit Freitag offen. Allerdings ist der Badebetrieb geprägt von Corona-Einschränkungen.

Das Contwiger Freibad verbraucht in diesem Jahr mehr Flatterband als bislang. Dies hat allerdings nichts mit den Corona-Einschränkungen zu tun, sondern mit neuen Pflanzen. Zum Saisonstart am Freitag kamen 207 Gäste.

Zwar ist das komplette Planschbecken eingerahmt von rot-weißem Flatterband, und auch auf der anderen Seite der Liegewiese, am Sprungturm, ist das Absperrband sichtbar. Doch dies hat nur bedingt mit Corona zu tun. Denn dort wurden Hainbuchenhecken neu gepflanzt. Und die sollen so geschützt werden.

Alle Becken sind geöffnet, und auch die komplette Liegewiese ist offen, versichert Schwimmmeisterin Jutta Döring. Durch die neue Bepflanzung wurde die Liegewiese ein klein wenig größer, weshalb jetzt rechnerisch mehr Leute gleichzeitig ins Freibad dürfen.

Zwei Schwimmzeiten pro Tag

Dennoch ist die Besucherzahl auf rund 300 Personen gleichzeitig begrenzt. Das sind rund 50 Prozent des Normalbetriebs, wobei bei dieser Zahl leicht Luft nach oben ist. Das Freibad bietet zwei Schwimmzeiten pro Tag an, und zwar zwischen 9 und 13 Uhr und zwischen 15 und 19 Uhr. Dazwischen desinfiziert und säubert das Personal das Freibad.

Zwei Warmwasserduschen pro Geschlecht sind geöffnet. Maskenpflicht besteht am Eingang und am Kiosk (der geöffnet hat), auf der Liegewiese jedoch nicht. Die Zahl der vielen Hinweis- und Verbotsschilder wurde stark reduziert. „Die Leute wissen ja mittlerweile, wie es funktioniert“, sagt Döring.

Kein Test oder Impfnachweis nötig

In den Becken selbst gilt Einbahnverkehr. Das Schwimmerbecken ist in drei Bahnen unterteilt, sodass langsam Schwimmende wie Aquajogger mit Schwimmgürtel und schnelle Sportschwimmer sich aus dem Weg gehen können. Stark genutzt wurde bereits der angrenzende Wasserspielplatz, der bereits am 21. Mai eröffnet wurde

Zum Einlass ist es nötig, ein Kontaktformular auszufüllen. Döring rät, das bereits zu Hause zu tun und an der Kasse abzugeben, um so Staus zu verhindern. Alternativ kann man auch die Luca-App mit dem Mobiltelefon nutzen. Eine Testpflicht oder der Nachweis einer Impfung besteht nicht. Zwischen 18 und 19 Uhr können an der Kasse Mehrfachkarten erworben werden.

Täglich Schwimmkurse geplant

Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft Contwig will in diesem Jahr – wenn möglich täglich – Schwimmkurse im Bad anbieten. Denn die Pandemie hat laut Jutta Döring starke Spuren hinterlassen bei Kindern und Jugendlichen, was deren Schwimmfähigkeit angeht. „Es kaufen sich viele Leute, die einen Garten haben, einen Pool. Darin kann man zwar planschen, aber nicht Schwimmen lernen“, sagt Döring. Und das sehe man auch im Freibad. Viel mehr Kinder und Jugendliche als vor der Pandemie könnten nicht oder nicht richtig schwimmen. „Das Bahnenziehen, richtiges Schwimmen, und das in Gemeinschaft, fehlt etlichen Jahrgängen“, hat sie beobachtet. Selbst 13-Jährige würden heutzutage am Beckenrand sitzen bleiben, wenn ihre Freunde ins Wasser gehen, weil sie schlicht nicht schwimmen gelernt hätten

Der bisherige Sanitätsraum hinter der Bademeisterkabine entsprach nicht mehr den Anforderungen, so Döring. Beim eventuellen Einsatz einer Trage müsste man um mehrere enge Ecken, und der Raum diente zudem als Sozialraum. Auch vor Gaffern bot er kaum Schutz. Nun wird ein neuer an die Herrendusche angebaut – dort, wo zuvor gelbe Stahlblech-Spinde standen.

Feuerwehren scharf auf Spinde

Etliche dieser Schrankungetüme, die laut Döring nicht nur kaum genutzt wurden, sondern auch generell „aus der Zeit gefallen sind“, wurden entfernt und verschenkt. Sie stammen noch aus dem Eröffnungsjahr 1972. Unter anderem haben sich Feuerwehren der Region damit eingedeckt. Für das Bad taugen sie kaum noch, auch wenn noch viele unverändert hinter dem Eingangsbereich stehen. Aus hygienischen Gründen ist ihre Nutzung derzeit eh nicht erlaubt.

Der neue Sanitätsraum liegt genau am Ende des gepflasterten Weges, der vom Schwimmerbecken über die Liegewiese zum Gebäude führt. Er bietet einen unkomplizierten Zugang und vor allem einen zweiten Ausgang nach hinten, der im Fall der Fälle vor Gaffern schützt und einem Rettungswagen die direkte Zufahrt ermöglicht.

Dort, wo vorher Spinde standen, wird gerade ein neuer Sanitätsraum gebaut.
Dort, wo vorher Spinde standen, wird gerade ein neuer Sanitätsraum gebaut.
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