Geiselberg
Zu flotte Autofahrer auf der Hauptstraße bereiten weiterhin Sorgen
Die Geschwindigkeitstafeln, die sich die Gemeinde Geiselberg ausgeliehen hatten, machten deutlich, wie groß das Problem der zu hohen gefahrenen Geschwindigkeiten im innerörtlichen Bereich ist. Am Problem hatte ohnehin niemand gezweifelt. Bereits im vergangenen Dezember hatte sich der Gemeinderat, weil sich Beschwerden von Anliegern häuften, mit diesem Thema befasst, hätte gerne eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Stundenkilometer durchgesetzt. Ein dafür als Voraussetzung notwendiges Lärmgutachten hat der Rat beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Auftrag gegeben.
Anwohner sammeln Unterschriften
Den betroffenen Anliegern geht das nicht schnell genug. Sie parken ihre Autos jetzt schon bewusst auf der Straße, um diese als Hindernisse für eine Temporeduzierung einzusetzen. „Den ersten abgefahrenen Außenspiegel gibt es bereits“, berichtete Bürgermeisterin Marika Vatter (FWG). Zudem sammeln die Anwohner derzeit Unterschriften, um auf ihr Problem aufmerksam zu machen.
Das Problem war Ende November schon mal Thema einer Verkehrsschau gewesen, bei der Vertreter der Gemeinde, der Verbandsgemeinde, des LBM und der Polizei die Örtlichkeiten in Augenschein genommen hatten. Das Ergebnis war, dass alle erkannten, dass die Verhältnisse schwierig sind, aber eine durchgehende Tempo-30-Zonen-Regelung für die Hauptstraße in Geiselberg nicht in Betracht kommt, weil sich diese Tempo-30-Zonen nicht auf Straßen des überörtlichen Verkehrs (Kreisstraße) noch auf weitere Vorfahrtsstraßen erstrecken dürfen. Nur in Ausnahmefällen, wie in Hinterweidenthal. Um zu prüfen, ob Ausnahmetatbestände die Geschwindigkeitsreduzierung zulassen würden, wird das Lärmgutachten vom LBM erstellt.
Künftig rollen wohl noch mehr Lastwagen
Neben den Rasern bereitet der Schwerlastverkehr große Probleme. Bis zu 90 Lastwagen rollen täglich durch den Ort und es werden – voraussichtlich noch in diesem Jahr – etliche mehr werden. Es sei noch nicht sicher, aber die Planungen laufen so, bestätigte Verbandsbürgermeister Felix Leidecker (CDU), dass der Ausbau der Hauptstraße in Heltersberg noch in diesem Jahr beginnt. Der erfolgt in mehreren Bauabschnitten, die noch nicht endgültig festgelegt sind.
Geplant ist, an der Ortseinfahrt von Waldfischbach-Burgalben zu starten. Der Schwerlastverkehr – zum Beispiel zu Hager-Tehalit – muss dann während der langen Bauphase, in der dann auch die Abfahrt Richtung Geiselberg und Schmalenberg nicht genutzt werden kann, über Geiselberg umgeleitet werden, da es innerörtlich in Heltersberg keine Umfahrungsmöglichkeiten für Lastwagen geben wird.