Kreis Südwestpfalz Zügig, ohne Unfälle

430 000 Euro investiert die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land in ihr neues Verwaltungsgebäude für die Werke auf dem Gelände der Contwiger Kläranlage. Mitte 2016 sollen die Mitarbeiter aus dem bisherigen Bau hinter der Verbandsgemeinde-Verwaltung in Zweibrücken umziehen. Am Freitagnachmittag war Richtfest in Contwig.
Bereits 2011 hatte der Werksausschuss der Verbandsgemeinde die Weichen für den Neubau gestellt. Denn schon seit Jahren weiß die Verwaltung, dass die ehemalige Hausmeisterwohnung hinter dem Rathaus in der Landauer Straße nicht der Arbeitsstättenverordnung entspricht. Aber es war ein langer Weg zum Neubau. Allein die planungsrechtlichen Vorgaben waren schwer umzusetzen. „Der Neubau steht im nicht privilegiertem Außenbereich, daher war es nicht einfach“, sagte Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker vor rund 80 Zuhörern beim Richtfest. Umso mehr freute er sich über die bislang „zügigen Arbeiten ohne Konflikte oder Unfälle“. Sowohl zeitlich als auch von der Kostenseite liege man voll im Plan. Dies sei nicht zuletzt dem rührigen Bauleiter Frank Scherthan zu verdanken. Aber auch bei den betroffenen Anwohnern der Tränkgasse in Contwig bedankte sich Gundacker, der nach kurzer Rede an seine Frau Silke, die Pfarrerin, übergab. Sie segnete zusammen mit ihrem katholischen Kollegen Johannes Müller das Gebäude. Müller besprengte es mit Weihwasser. Landrat Hans Jörg Duppré lobte alle Beteiligten, besonders die Verbandsgemeinde, die trotz aller Schwierigkeiten mit dem Bau vorangekommen sei. Der Neubau sei der richtige Weg zu einer optimalen Versorgung der Menschen in der Verbandsgemeinde. Contwigs Ortsbürgermeister Karlheinz Bärmann freute sich über die „gute Entscheidung der Verbandsgemeinde, das neue Verwaltungsgebäude in Contwig zu errichten. Das wertet die Gemeinde auf“, sagte er. Jürgen Gundacker stieg schließlich mit den Zimmerleuten Stefan Fercher und Jannek Grunder aufs Dach des Gebäudes, um den Richtspruch zu verlesen und in alter Tradition den letzten Nagel ins Gebälk zu schlagen. Der war allerdings so lang, dass die Zimmerleute mithelfen mussten, bevor Grillschinken und Getränke in der schattigen Halle nebenan auf die Besucher warteten. (mml)