Südwestpfalz
Wintereinbruch: 21 Unfälle in der Südwestpfalz
Wegen schnee- und eisglatter Straßen ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Pirmasens zwischen Montagabend, 19 Uhr, und Dienstagmorgen, 10 Uhr, insgesamt 21 Unfälle mit vier Leichtverletzten. Der entstandene Sachschaden summierte sich laut Polizei auf 104.500 Euro. Sechs Unfälle mit drei Leichtverletzten und einem Schaden von rund 25.000 Euro zählte die Polizeiinspektion (PI) Pirmasens, die PI Zweibrücken meldete drei Unfälle und einen Leichtverletzten (Schaden 16.500 Euro). Acht Unfälle mit einem Gesamtschaden von 18.500 Euro gab es im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Waldfischbach-Burgalben. Die PI Dahn berichtete von vier Unfällen und einen Schaden von 44.500 Euro.
Sattelzug dreht sich auf B10
Rund 30.000 Euro sind alleine auf einen Unfall zurückzuführen, der sich am Dienstagmorgen auf der B10 ereignete. Wie die Polizei mitteilt, ist gegen 4 Uhr bei Wilgartswiesen ein Sattelzug aus Landau aufgrund schneeglatter Fahrbahn ins Schleudern gekommen. Der 41-jährige Fahrer geriet mit seinem Laster zunächst aufgrund den Witterungsbedingungen nicht angepasster Geschwindigkeit gegen die rechte Schutzplanke und drehte dann mit dem Auflieger quer auf eine Fahrspur. Infolgedessen streifte er einen entgegenkommenden Sattelzug aus Richtung Pirmasens. Verletzt wurde bei dem Zusammenstoß niemand. Auf der B10 kam es allerdings während der Unfallaufnahme von 4 bis 7 Uhr zu Verkehrsbehinderungen durch die Bergung des nicht mehr fahrbereiten Sattelzugs.
Komplett gesperrt werden musste dagegen die Landesstraße 482 zwischen Bottenbach und der Eichelsbachermühle. Dort waren am Morgen ein Dacia und ein Ford zusammengestoßen. Um den Unfall aufzunehmen und die beiden Fahrzeuge zu bergen, musste die Strecke laut Polizei von etwa 9.15 bis 10.45 Uhr gesperrt werden. Bei dem Zusammenstoß wurden zwei Menschen leicht verletzt.
Straßenmeistereien waren vorbereitet
Keine besonderen Vorkommnisse gab es aus Sicht der Straßenmeistereien. Mit dem Ablauf der ersten Winterdienst-Einsätze seien sie zufrieden, stellte Straßenwärtermeister Mike Brückner in Waldfischbach-Burgalben fest. Ab 19 Uhr hätten sie am Montagabend auf den Straßen gestreut – rechtzeitig, bevor ab etwa 20 Uhr die ersten Niederschläge kamen. Im Einsatz seien sie über die Nacht mit zuletzt sieben Fahrzeugen am Morgen gewesen.
Diese Einschätzung teilt Oliver Uebel, stellvertretender Leiter der sogenannten Master-Straßenmeisterei, zu deren Verbund neben dem Standort Waldfischbach-Burgalben die Straßenmeistereien in Dahn und Kaiserslautern gehören. Auch aus der Dahner Region seien am Morgen keine besonderen Vorkommnisse gemeldet worden – abgesehen von dem Lkw-Unfall auf der B10 bei Wilgartswiesen. Aufgrund der Berichte des Deutschen Wetterdienstes seien sie vorbereitet gewesen, so Uebel; um die Arbeitszeiten einzuhalten, seien etwa schon am Vormittag Mitarbeiter heim geschickt worden, die dann abends zum Dienst kamen.
Keine Ausfälle im Busverkehr
Der Arbeit der Räumdienste war es wohl auch zu verdanken, dass es im Busverkehr keine größeren Einschränkungen gab. Wie Winfried Becker, der Betriebsleiter der Queichtal Nahverkehrsgesellschaft, mitteilte, habe es keine Ausfälle gegeben. In den Höhenlagen, etwa bei Leimen, mussten die Busse allerdings insbesondere am Morgen vorsichtig fahren. Daher kam es auf einigen Linien zu Verspätungen. Auch weil es einige Unfälle gab und mancherorts Lastwagen querstanden, wie Becker berichtete. Busse seien jedoch nicht betroffen gewesen. Da die Temperaturen im Laufe des Tages stiegen, rechnete Becker am Nachmittag nicht mit weiteren Einschränkungen.