Pirmasens-Land Windkraft beschert sechs Gemeinden Zusatzeinnahmen

Vetreter der Gemeinden, die von der Abgabe für die Erträge der Windkraftanlagen von FP Lux profitieren, und das Unternehmen unte
Vetreter der Gemeinden, die von der Abgabe für die Erträge der Windkraftanlagen von FP Lux profitieren, und das Unternehmen unterzeichneten am Montag die Verträge: (von links) Riedelbergs Ortsbürgermeister Christian Schwarz, Björn Bernhard, Bürgermeister Zweibrücken-Land, Kröppens Ortsbürgermeister Steffen Schwarz, FP-Lux-Geschäftsführer Thomas Staudinger, Bürgermeister Klaus Weber, Trulbens Ortsbürgermeister Harald Hatzfeld und Marco Maas, Ortsbürgermeister von Schweix.

Wenn die Ertragsprognosen für die beiden Windräder der FP Lux im Stausteiner Wald zutreffen, dann werden ab diesem Jahr 47.000 Euro jährlich an die umliegenden Ortsgemeinden ausgeschüttet. Weil Kröppen und Vinningen am nächsten liegen, bekommen sie am meisten Geld.

Im geänderten Erneuerbare Energien-Gesetz heißt es, „Anlagenbetreiber sollen Gemeinde, die von der Errichtung ihrer Anlage betroffen sind, finanziell beteiligen“. Bei Windenergieanlagen „dürfen“ den Gemeinden Beträge von 0,2 Cent je Kilowattstunde Strom angeboten werden. Davon macht die FP Lux Investments, die zwei Windkraftanlagen im Stausteinerwald bei Kröppen betreibt, jetzt Gebrauch. „Die Akzeptanzsteigerung ist ein großes Thema“, sagte Thomas Staudinger, Geschäftsführer des Investmentberaters Re:cap und der FP Lux GmbH Kröppen. Seit der Neuregelung seien viele Kommunen auf FP Lux zugekommen und haben um diese finanziellen Beteiligung gebeten.

„Man kann nur Akzeptanz erreichen, wenn man davon profitiert“, sagte Klaus Weber, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land. Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass ein Betreiber diese 0,2 Cent ausschütte, ergänzte er und verwies auf die bislang ergebnislosen Gespräche mit den Stadtwerken Karlsruhe, die in Riedelberg Windkraftanlagen betreiben. Mit dem Betreiber des dritten Windrades im Stausteinerwald sei man im Gespräch, so Weber. Kröppens Ortsbürgermeister Steffen Schwarz hatte schon frühzeitig bei FP Lux vorgefühlt. „Das ist unproblematisch gelaufen, für uns ist das ein unerwartetes Geschenk“, sagte er.

Maßgeblich für eine Beteiligung ist, dass die Gemeinde höchstens 2500 Meter weit entfernt von der Windkraftanlage sein darf. Je näher sie dran ist, desto höher ist ihr Anteil. Auf der Grundlage der Ertragsplanung erhält Kröppen jährlich 20.921 Euro, Vinningen kann 20.234 Euro verbuchen. Bottenbach bekommt 3899 Euro, Riedelberg 1307 Euro, für Trulben sind es 224, für Schweix 141 Euro. Abgerechnet wird aber der tatsächliche Ertrag, es kann also mal mehr, mal weniger Geld sein. „2020 und 2021 sind wir damit gut hingekommen“, sagte Staudinger mit Blick auf die Ertragszahlen. Das kleinere Windrad lieferte 11,5 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr, das größere 12,9 Millionen.

Auch die Gemeinde Petersberg könnte schon bald in den Genuss einer Beteiligung kommen, auch dort ist FP Lux vertreten. Dort läuft noch die Abstimmung mit der Kreisverwaltung.

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