Kreis Südwestpfalz Wie das dort duftet!

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CONTWIG. Vergangene Woche war ich im „Haus der kleinen Freunde“ in Stambach. Dort hat die Gemeinde Contwig für 1,8 Millionen Euro einen ganz neuen Kindergarten gebaut. In dem spielen und essen und toben und lernen Kinder aus Contwig und Stambach schon seit einem Monat. Und wie das dort duftet mittags!

Denn seit der Kindergarten in sein neues Gebäude eingezogen ist, kocht Bärbel Sefrin den Kindern jeden Tag frisches Mittagessen. Als ich dort war, hat sie frische Kartoffelsuppe gekocht, und der Duft zog durch das ganze Gebäude. Bevor der neue Kindergarten fertig gebaut war, hatten die Erzieherinnen, Chefin Stephanie Hemmer und die Kinder nicht viel Platz. Und auch keine große Küche und keine eigene Köchin. Eigentlich ist der Kindergarten Stambach schon fast 60 Jahre alt. Zuerst gehörte er zur katholischen Kirche, bezahlt hat damals den Kindergarten die katholische Pfarrei. Weil Schimmel in den Räumen war, musste die Kinder im Februar 2013 umziehen ins benachbarte Pfarrheim der katholischen Kirche. Aus Geldgründen übernahm im April 2013 die Gemeinde Contwig den Kindergarten, und aus dem katholischen Kindergarten „Maria, Königin der Engel“, wurde nun der so genannte kommunale Kindergarten. Bis zum 1. März waren Kinder und Erzieherinnen im Pfarrheim auf engem Raum untergebracht, dann war das neue Haus im Stambacher Neubaugebiet fertig. Das ist ganz toll, denn jede der drei Gruppen hat einen eigenen Raum. Es gibt eine Küche und einen großen, hellen Turnraum, ganz neue Möbel und ganz tiefe Fenster. Dort können die Kinder zum Beispiel Rehe und Hasen auf dem Feld beobachten, ohne, dass sie auf Stühle steigen müssen. 45 Kinder kann der neu gebaute Kindergarten ab den Sommerferien aufnehmen. Bisher sind 19 Kinder dort, die zwischen drei und sechs Jahre alt sind, und sechs zweijährige Kinder. In der neuen Krippengruppe ist Platz für zehn Kinder bis zu drei Jahren. Den acht Erzieherinnen, der Köchin und den beiden Reinigungsfrauen gefällt der neue Kindergarten gut. Und auch den Eltern aus Contwig und Stambach. Deshalb sind die Wartelisten für das kommende Jahr laut Stephanie Hemmer schon gut gefüllt. „Die Leute sollen ihre Kinder früh anmelden, damit wir planen können“, sagt sie. Und auch wenn das „Haus der kleinen Freunde“ heute kein katholischer Kindergarten mehr ist, wird immer noch gebetet. „Wir pflegen die Religion als Kulturgut, feiern christliche Feste wie Ostern und Weihnachten, und natürlich beten wir auch. Vor dem gemeinsamen Essen und wenn uns danach ist“, sagt Stephanie Hemmer. Die Einweihung des neuen Kindergartens wird demnächst noch groß gefeiert. Dann darf jeder sich das neue Haus anschauen. Vielleicht haben die drei Gruppen dann auch schon ihre eigenen Spielplätze direkt am Haus, denn die fehlen im Moment noch. (mml)

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