Kreis Südwestpfalz Was in Zweibrücken-Land 2015 noch ansteht

25-Punkte-Plan, Stadt-Umland-Strategie, Tourismuskonzept. Zu diesen Plänen und Ideen kommen die Pflichtaufgaben der Verbandsgemeinde: Schulen, Feuerwehr und Wasser und Abwasser. Derzeit werde „massivst investiert in die Grundschulen“, sagt Gundacker und nennt als erstes die Schulturnhalle in Hornbach, die für 800 000 Euro saniert wird. 700 000 Euro davon trägt die Verbandsgemeinde selbst. „Diese Schulturnhalle hat es nötig“, sagt der Bürgermeister und ergänzt: „Die Bechhofer, die ist genauso alt.“ Die Verbandsgemeindewerke, die sich ums Wasser und Abwasser kümmern, werden nach Contwig umziehen, wobei das dieses Jahr noch nicht klappen dürfte. Der Bauantrag liegt beim Kreis, wenn die Genehmigung da ist, werden die Arbeiten ausgeschrieben. Durch den Umzug wird das kleine Gebäude zwischen Verbandsgemeindeverwaltung und Berufsschule in Zweibrücken frei, was am Hauptsitz Platz schafft. Dann könne man auch einen Aufenthaltsraum schaffen, blickt Gundacker voraus. Änderungen wird es auch bei der Leitung der Werke geben: Peter Wild, seit 15 Jahren Werkleiter, geht in Ruhestand. Die Stelle wurde im letzten Amtsblatt vor Weihnachten ausgeschrieben. Die Feuerwehren schließlich werden neue Autos bekommen: Käshofen ein Tanklöschfahrzeug für 240 000 Euro, Dellfeld und Hornbach ein Mehrzweckfahrzeug für je 40 000 Euro und Contwig ein Mehrzweckfahrzeug für 125 000 Euro, die alle noch dieses Jahr kommen sollen. Außerdem braucht die Feuerwehr Bechhofen einen Ersatz für ihr Tragkraftspritzenfahrzeug mit Löschwassertank, das 100 000 Euro kosten soll. Die Verbandsgemeinde rechnet bei all diesen Kosten mit Zuschüssen. Über solche Ausgaben sagt Gundacker: „Die Beschlüsse müssen demografiefest sein.“ Man müsse daran denken, dass die Zahl der Kinder im Vergleich zu früheren Jahren deutlich gesunken ist und die Menschen auf der anderen Seite älter werden als früher. Die Verbandsgemeinde hat 2014 auch bei einem sogenannten Demografiecheck mitgemacht. Es geht darum, wie die Verbandsgemeinde und die Dörfer damit umgehen, dass sich die Bevölkerungsstruktur verändert. Es gab Seminare für die Verwaltungsmitarbeiter und die Bürgermeister und eine Runde mit dem Verbandsgemeinderat. Eine weitere Runde ist geplant, dann sollen Handlungsempfehlungen folgen. Als Ideen nennt Gundacker Arztsprechstunden in Dorfgemeinschaftshäusern und die Barrierefreiheit, aber auch einen Hol- und Bringservice, etwa beim Einkaufen. Aber es gehe nicht nur um ältere Menschen: Man müsse auch dafür sorgen, dass junge Familien hierbleiben. Gundacker ist deshalb dafür, zumindest in größeren Orten Neubaugebiete zu schaffen. Dass es Bedarf gibt, zeige Contwig, wo in den vergangenen Jahren fast 100 Bauplätze verkauft wurden. Gundacker sieht für Bechhofen ähnliche Voraussetzungen: ein größerer Ort nah an einer Stadt gelegen. Deshalb sollte man auch dort noch mal über ein Neubaugebiet nachdenken. (bfl)