Kreis Südwestpfalz Was bedeutet „Anti-Frobbing“?

Hinter „Anti-Frobbing“ verbirgt sich ein landesweites Pilotprojekt an der Integrierten Gesamtschule Thaleischweiler-Fröschen (IGS), das in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Westpfalz realisiert wird. Es ist ein Projekt aus dem Bereich Cyberprävention an Schulen (Cypris). Dabei geht es um die Bekämpfung von Internetkriminalität, von der Schüler betroffen sind. Cyber-Mobbing bedeutet, dass Menschen über soziale Netzwerke im Internet bloßgestellt und gemobbt werden. Angelehnt an den Begriff Mobbing und den Frosch im Schulwappen der IGS kreierte die Pilotgruppe der Schule daraus den Begriff Frobbing. Da ihr Einsatzgebiet das Bekämpfen des Mobbings an ihrer Schule ist, sprechen sie von „Anti-Frobbing“. Die Idee ist, dass vor allem vertrauenswürdige gleichaltrige Jugendliche die richtigen Ansprechpartner für jugendliche Cyber-Mobbing-Opfer sind. Das soll dieses Pilotprojekt zeigen und dann landesweit Schule machen. An der IGS wurden mit Lea Noll, Jonas Schuh, Jannik Kölsch, Charlotte Schulmeister, Calogero Cutaia, Vanessa Glöckner, Tim Dudek, Mandy Warth, Juniel Casipit, Jasmin Gerart und Maike Schwardt elf Anti-Frobbing-Beauftragte ausgebildet, an die sich die Opfer wenden können. In einem einwöchigen Kurs wurden sie geschult. Menschen zu helfen, die Probleme haben, war für alle ein wichtiger Grund, sich in dem Projekt zu engagieren. Unterstützt und begleitet werden sie bei ihrer Arbeit durch die Vertrauenslehrer, die Jugendmedienschutzbeauftragten und die Schulsozialarbeiter. Es gibt auch Ansprechpartner beim Polizeipräsidium Westpfalz. Die Anti-Frobbing-Beauftragten, die ein Zeichen gegen Mobbing setzen, bekommen Hilfe und Begleitung, wo es notwendig ist. Sie werden keine Spitzel der Schule oder der Polizei sein. 100 Prozent anonym und vertraulich behandeln sie Probleme, die an sie herangetragen werden. Erst wenn es das Opfer wünscht, wird der Fall weitergegeben. Im Zweifelsfall immer noch ohne Namen. Erster Ansprechpartner wird der Vertrauenslehrer sein, der keine Auskunftspflicht hat. Sollten die Täter an der Schule sein, wird versucht, das Problem schulintern zu regeln. Sind die Sachverhalte schwerwiegender, werden andere Lösungswege gesucht. Bei besonders schwerwiegenden Fällen mit Hilfe der Polizei. Dieses Vertrauen, das die Opfer den Anti-Frobbing-Beauftragten entgegenbringen können, soll der Schlüssel zum Erfolg des Projektes werden. (add)