Bottenbach Warum jetzt doch ein Straßenausbau geplant wird
Die Straßenbeiträge gibt es in Bottenbach erst seit vergangenem Jahr. Wurde zuvor eine Straße ausgebaut, dann mussten die Anlieger dafür bezahlen. Der große Nachteil an diesem Abrechnungsmodell war, dass Anwohner auf einen Schlag mehrere Tausend Euro bezahlen mussten. Bei den neuen wiederkehrenden Beiträgen ist das anders, hier zahlt jeder Einwohner des Dorfes, die Kosten werden verteilt.
Abgerechnet wird nur, wenn auch etwas ausgebaut wird. In diesem Jahr werden alle Straßenlaternen auf LED-Beleuchtung umgestellt. Auch das wird über die Beiträge finanziert. Die Meinung von Bürgermeister Klaus Weber zum Zustand der Dorfstraßen hat sich mittlerweile geändert. Noch im Juni 2022 sagte der Dorf-Chef, dass vorerst keine Straße im Ort ausgebaut werden müsse. Er verglich damals die Bottenbacher Straßen mit jenen in anderen Dörfern, wo es weitaus mehr und vor allem schlimmere Schlagloch-Pisten gibt. Nun ist klar: Zwischen 2024 und 2029 soll die Turnstraße entlang des Kindergartens ausgebaut werden. Ebenso soll die Planung für den Ausbau der Friedhofsstraße im Ausbauprogramm mitfinanziert werden.
Für den Ausbau der Turnstraße sind knapp 400.000 Euro einkalkuliert, wenn die Friedhofsstraße im Ausbauprogramm ab 2030 saniert wird, kostet das laut aktueller Schätzung rund 570.000 Euro. Die Kosten für den Ausbau der Turnstraße sollen auf die fünf Jahre Laufzeit des neuen Ausbauprogrammes gestreckt werden. Ziel, so Weber, ist es, die Beiträge für die Bottenbacher möglichst konstant zu halten. Im Gemeinderat war von 20 Cent pro Quadratmeter Grundstücksfläche die Rede.